Aktualisiert 17.04.2019 07:23

Reto Suri «Zum Glück sind alle Zähne wieder drin»

Das Foul an Reto Suri im Final-Spiel 1 war ein Schock. Nun ist der EVZ-Stürmer zurück und spricht im Interview über die letzten Tage.

von
Marcel Allemann

Reto Suri, wie geht es Ihnen gesundheitlich?

Gut.

Man hat gehört, Sie hätten einige Zähne verloren. Stimmt das?

Zum Glück sind alle Zähne wieder drin. Ich möchte daher allen Zahnärzten und allen anderen Leuten, die mich in den letzten Tagen präpariert haben, Danke sagen.

Aber es war ein sehr schwieriges letztes Wochenende für Sie?

Das ist klar, aber Verletzungen gehören zum Sport dazu. Ich habe einfach versucht, alles zu investieren, um so schnell wie möglich aufs Eis zurückkehren zu können. Ich bin in erster Linie froh, ist nichts Schlimmeres geschehen und bin sehr dankbar für all die Leute, die vor allem auch am Wochenende viel Zeit in mich investiert haben, damit ich effektiv so rasch zurückkehren konnte.

Das Foul von Berns Adam Almquist an Ihnen war enorm hässlich. Was haben Sie für Worte für ihn übrig?

Diese Aktion werde ich nicht kommentieren, solange die Final-Serie noch läuft. Das Urteil ist gefällt, wir wissen, dass er vier Spielsperren sowie eine Busse bekommen hat, und über den Rest können wir dann nach dem Final sprechen.

Wie fit haben Sie sich in diesem dritten Finalspiel auf dem Eis schon wieder gefühlt?

Ich hatte schon etwas Mühe, den Rhythmus wieder zu finden. Es waren immerhin fünf Tage, während derer ich nicht viel tun konnte. Aber das ist keine Ausrede. Ich wollte der Mannschaft helfen und hatte sicher auch die eine oder andere Aktion. Aber ich erwarte mehr von mir und werde versuchen, am Donnerstag wieder mehr Energie einzubringen und der Mannschaft wieder besser helfen zu können, als ich dies in diesem Spiel konnte.

Der EV Zug hat nun erstmals in diesem Playoff richtigen Widerstand und ist erstmals überhaupt in einer Serie in Rückstand geraten. Was bedeutet dies?

Das haben wir erwartet. Wir wussten, dass wir nicht einfach durch den Final durchmarschieren können. Aber in diesem dritten Spiel war nicht alles, was wir gemacht haben, falsch. Vor allem nicht das zweite und dritte Drittel. Da kamen wir zu unseren Chancen. Aber wir haben ganz klar zu viele Strafen genommen. Zu Beginn haben wir zwei Powerplay-Tore kassiert und diesen sind wir in der Folge nachgerannt. Dass es schwierig ist, gegen Bern zwei Tore aufzuholen, wissen wir. Nichtsdestotrotz hatten wir unsere Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, und wenn dieser fällt, sind wir wieder dran. Wir müssen dieses Spiel nun analysieren und dann geht es weiter. Es ist noch nichts passiert, wir müssen nach vorne schauen auf Spiel 4 am Donnerstag.

Das beeindruckende EVZ-Hockey, das euch in dieser Saison so sehr ausgezeichnet hat, konnte man in dieser Final-Serie allerdings erst während zwei Dritteln in Spiel 1 sehen. Oder liege ich da falsch?

Jein. Es gab schon Phasen, in denen wir es bringen konnten, auch zuletzt in Spiel 3. Aber es ist klar, wir brauchen mehr davon über 60 Minuten und dies von jeder Linie. Sodass wir Einsatz für Einsatz, Welle für Welle aufs Eis bringen können. Das ist uns zu wenig gelungen und da müssen wir einen Weg finden, um nun zu Hause wieder hochschalten zu können.

Ist das, was nun in diesem Final folgt, ein Charaktertest für den EVZ?

Klar. So ist das Playoff, das gehört dazu. Das ist eine coole Challenge, und wir freuen uns darauf, am Donnerstag vor einer vollen Hütte wieder Vollgas zu geben. Wir werden eine Reaktion zeigen.

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