Aktualisiert 04.12.2018 14:24

Schweizer LancierungZum Marktstart setzt Juul auf 28-jährige Models

Seit Dienstag gibt es die E-Zigaretten von Juul in der Schweiz. Das sind die Fakten zum Schweizer Markteintritt der US-Firma.

von
R. Knecht
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Juul will Schweizer Rauchern eine Alternative zum Tabak bieten.

Juul will Schweizer Rauchern eine Alternative zum Tabak bieten.

20 Minuten/rkn
Die Werbung soll auf erwachsene Raucher gerichtet sein: Die Models sind mindestens 28 Jahre alt, so Juul.

Die Werbung soll auf erwachsene Raucher gerichtet sein: Die Models sind mindestens 28 Jahre alt, so Juul.

Auf dem Päckchen gibt es Nikotinwarnungen. Der Doppelpunkt sei ein Übersetzungsfehler, der demnächst korrigiert werde, sagt Schweiz-Chef Jonathan Green zu 20 Minuten.

Auf dem Päckchen gibt es Nikotinwarnungen. Der Doppelpunkt sei ein Übersetzungsfehler, der demnächst korrigiert werde, sagt Schweiz-Chef Jonathan Green zu 20 Minuten.

20 Minuten/rkn

Juul will 1,78 Millionen Schweizer Rauchern einen Weg bieten, vom Tabak wegzukommen. Das verkündete Firmengründer und Chief Technology Officer Adam Bowen am Dienstag in Zürich. Mit den E-Zigaretten bietet die Firma nach eigenen Angaben eine gesündere Alternative zur Verbrennungszigarette.

Doch um die Firma gibt es Kontroversen: In den USA ist das Produkt nicht nur bei Tabakrauchern, sondern auch bei Jugendlichen, die vorher gar nicht geraucht haben, beliebt. Zudem ist der Nikotingehalt in den USA bei einer einzigen Kartusche so hoch wie in einem ganzen Päckli Zigaretten. Wie begegnet Juul diesen Problemen? Das sind die Fakten zum Schweizer Markteintritt:

• Nikotingehalt

Seit Dienstag sind die E-Zigis von Juul in der Schweiz erhältlich. In den USA gibt es Produkte mit 59 Milligramm pro Milliliter. Gesetzliche Richtlinien in der EU und der Schweiz besagen, dass Vaping-Produkte nicht mehr als 20 Milligramm Nikotin pro Milliliter enthalten dürfen. Darum hat Juul den Nikotingehalt in der Schweiz auf diesen Wert reduziert.

• Jugendschutz

Eine staatliche Regelung gibt es für E-Zigaretten derzeit nicht. Das Bundesamt für Gesundheit arbeitet noch daran, die Tabakverordnung auf nikotinhaltige Produkte auszuweiten. Die neue Verordnung soll 2022 in Kraft treten. Bis dann verspricht Juul, von sich aus Jugendschutz zu betreiben: Einerseits spreche die Werbung nur erwachsene Konsumenten an. Die Models seien mindestens 28 Jahre alt. Zudem arbeite Juul nur mit Partnern zusammen, die wie das Unternehmen selbst bereits den freiwilligen Kodex der Swiss Vape Trade Association unterschrieben haben. Die Altersbeschränkung von 18 Jahren werde sowohl im Detailhandel als auch online strikt durchgesetzt.

• Verkaufsstellen

Einer der ersten Verkaufspartner ist Valora, wie Schweiz-Chef Jonathan Green zu 20 Minuten sagt. Juul bietet die Produkte etwa an K-Kiosken, Press & Books und bei Avec an. Dazu kommen unabhängige Vape-Stores und der Onlineshop von Juul. Die Firma sei zudem mit weiteren Detailhändlern im Gespräch.

• Gesundheit

Juul betont, dass die Produkte zwar Nikotin enthalten, dass beim Vaping aber viel weniger Schadstoffe entstehen, als bei der Tabakverbrennung. Darum sei Vaping viel weniger schädlich als Tabak.

• Verpackung

Auf den Päckchen gibt es gut sichtbare Nikotinwarnungen. Ansonsten sei die Verpackung «neutral gestaltet», verspricht Juul. Tatsächlich sind die Päckchen hauptsächlich in Weiss gehalten. Die Warnung lautet: «Dieses Produkt enthält Nikotin: das sehr stark abhängig macht.» Der Doppelpunkt sei ein Übersetzungsfehler, der demnächst korrigiert werde, sagt Schweiz-Chef Green zu 20 Minuten. Die Firma weist zudem daraufhin, dass Juul für die Aromen bewusst Bezeichnungen gewählt hat, die auf Erwachsene ausgerichtet sind. Sie heissen: Golden Tobacco, Mint, Mango und Royal Creme. Jugendliche sollen sich nicht eigens davon angesprochen fühlen.

Auf der Packung hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. (Bild: rkn)

• Preis

Für ein Dampfgerät inklusive Ladestation und vier Kartuschen empfiehlt Juul einen Preis von 49.95 Franken. Ein Nachfüllpaket mit vier Kartuschen kostet 17.95 Franken.

Ein Interview mit Schweiz-Chef Jonathan Green finden Sie später auf 20 Minuten.

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