Aktualisiert 14.03.2013 17:37

Formel-1-Start 5/5Zum Saisonstart droht ein Reifenchaos

Die Formel-1-Saison 2013 bringt in Bezug auf die Regeln keine gravierenden Änderungen. Doch die neuen Pirelli-Reifen lösen bei den Teams Angstschweiss aus: Sie sind unberechenbar.

von
fbu

Die neue Formel 1 Saison steht vor der Tür. Regeländerungen gibt es in diesem Jahr nur wenige – und vor allem keine gravierenden (Bildstrecke oben). Die technischen Neuerungen an den Boliden halten sich deshalb in Grenzen. Für Spannung dürften auch in der kommenden Saison die Reifen sorgen. Zum dritten Mal in Folge werden diese von Alleinausrüster Pirelli geliefert.

«Das Ziel ist es, die Fahrer und Teams immer wieder vor neue Herausforderungen zu stellen», sagt Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery zum neu gestalteten Produkt. Der Saisonstart 2012 sei spektakulär gewesen mit sieben unterschiedlichen Siegern in den ersten sieben Rennen. Doch mit jedem GP sammelten die Teams mehr Informationen und verstanden die Reifen immer besser. «Unsere Kollektion für 2013 mischt die Karten wieder neu. Die Reifen fördern Überholmanöver und garantieren zwei bis drei Boxenstopps pro Rennen», ergänzt Hembery.

Nach den Testfahrten in Jerez wird nun aber nicht nur mit Spannung, sondern eher mit Chaos gerechnet. Vor allem bei extremen Temperaturen haben die Pneus Defizite vorzuweisen. Bei Kälte rubbelt sich die Lauffläche der Pirellis schnell ab. Die Folge: ungewollte Rutschpartien. Angesprochen auf die Probleme verkündeten die Reifenexperten Durchhalteparolen. Bei wärmeren Temperaturen in Melbourne sei das kein Problem.

Kälte und Regen in Melbourne erwartet

Die Wetterprognosen für das Rennwochenende sind aber kühler als erwartet. Nach 26 Grad zu Beginn der Woche soll das Thermometer bis zum Renntag auf 19 Grad sinken. Die Regenwahrscheinlichkeit ist zudem sehr hoch. Nässe können die Teams im Albert Park aber nicht gebrauchen, weil die Strecke während des Jahres als öffentliche Strasse benutzt wird. Deshalb ist sie rutschiger als andere Rundkurse. Normalerweise kommt mit jeder Trainingsrunde mehr Gummi auf die Bahn, was den Grip verbessert und den Verschleiss verringert. Doch bei Regen verschwindet dieser Effekt.

Statt der Kälte hatte man eigentlich eher befürchtet, dass die Kombination aus Hitze und den sehr weichen Reifen zu einem Problem in Melbourne werden würde. Zum ersten Mal bringt Pirelli den Supersoft-Gummi mit in den Albert Park. Doch nun droht mit beiden Reifen-Mischungen die Gefahr von Graining, wobei sich die Struktur der Reifen als Folge von Überbelastung aufzulösen beginnen.

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