«Millions»: Zum Teufel mit der vielen Kohle!
Aktualisiert

«Millions»Zum Teufel mit der vielen Kohle!

Witzig erdachte Familienkomödie von «Trainspotting»-Regisseur Danny Boyle.

Unverhofft kommt oft: Der britische Kultfilmer Danny Boyle kehrte für einmal dem Erwachsenenkino («Trainspotting», «28 Days Later») den Rücken und inszenierte stattdessen einen aufgeweckten Jugendfilm: Damian (Alex Etel) und sein älterer Bruder Anthony (Lewis McGibbon) entdecken beim Spielen nahe der Zugsgeleise eine Tasche mit

sage und schreibe 229 000 britischen Pfund. Schnell sind sich die Kids einig, dass die Erwachsenen nichts vom Fund erfahren dürfen.

Die Verwendung des Geldes schürt da schon mehr Konflikte: Während Anthony bereits Konsumträume auslebt, will der junge Damian das viele Geld an Arme verteilen. Aber die Zeit drängt, zumal ganz England der baldigen Einführung der Euro-Währung entgegenfiebert, womit der ganze Pfund-Fund wertlos würde.

Nur schon wegen der eigenwilligen Inszenierung ist «Millions» erwachsener als manch klassischer Familienfilm, aber deutlich kindlicher als Danny Boyles bisherige Regiearbeiten. Seine Handschrift ist nicht nur bei der Bildsprache unübersehbar, sondern auch angesichts der Charakterisierung einzelner Figuren wie etwa des St. Nikolauses. Aber just dies macht «Millions» zu bester Unterhaltung made in England.

Mohan Mani

Deine Meinung