Zumthor: "Die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen"
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Zumthor: "Die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen"

Der entlassene Architekt des NS- Dokumentationszentrums «Topographiedes Terrors», der Schweizer Peter Zumthor, wehrt sich gegen die Behauptung, sein Berliner Projekt verursache hohe Mehrkosten.

Die Baurisiken von bis zu fünf Millionen Euro seien «aus der Luft» gegriffen, sagte Zumthors Sprecher Rainer Weitschies am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Zumthor werde gegenüber dem Land Berlin und dem Bund seine Rechte wahren und erwäge juristische Schritte. Forderungen habe Zumthor bisher aber noch nicht beziffert.

Das Architekturbüro habe die Machbarkeitsstudie, die zur Entlassung Zumthors führte, bisher nicht gesehen, sagte Weitschies. «Mit uns hat niemand gesprochen». Noch am Tag der Kündigung am Dienstag sei er in Berlin zur Verhandlungen über die Fortsetzung der Arbeiten am Dokumentationszentrum gewesen.

Der Bund und das Land Berlin hatten am Dienstag überraschend erklärt, nach zehnjähriger Planung den Zumthor-Entwurf für das NS- Dokumentationszentrum nicht zu verwirklichen, sondern bis 2008 ein anderes Gebäude zu errichten. Für den 39-Millionen-Bau Zumthors sind bisher rund 13 Millionen Euro ausgegeben worden.

(sda)

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