Diebestouren während Corona – Zunahme um 87 Prozent – massiver Anstieg von gestohlenen Päckli in Zürich

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Diebestouren während CoronaZunahme um 87 Prozent – massiver Anstieg von gestohlenen Päckli in Zürich

In Zürich hat die Anzahl gestohlener Pakete in den letzten Jahren zugenommen. Die Polizei rät, Pakete nicht unbeaufsichtigt im Milchkasten liegenzulassen.

von
Alina Müller
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In den letzten Jahren ist die Zahl der Paket-Diebstähle um 87 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Statistik der Kantonspolizei Zürich. 

In den letzten Jahren ist die Zahl der Paket-Diebstähle um 87 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Statistik der Kantonspolizei Zürich.

20min/Simon Glauser
Die Polizei rät unter anderem, Pakete nicht unbeaufsichtigt im Milchkasten liegenzulassen. 

Die Polizei rät unter anderem, Pakete nicht unbeaufsichtigt im Milchkasten liegenzulassen.

20min/Gianni Walther
Anders als die Polizei registriert die Post keinen Trend bei Diebstählen.

Anders als die Polizei registriert die Post keinen Trend bei Diebstählen.

20min/Thomas Hagnauer

Darum gehts

  • Erst vor kurzem wurden mehrere Pakete in Opfikon aus den Briefkästen der Anwohner geklaut.

  • Eine Statistik zeigt nun: In den letzten Jahren ist die Zahl der Päckli-Diebstähle in Zürich um 87 Prozent angestiegen.

Der Dezember gilt als Hochsaison für Päckli-Diebe. Grund dafür sind Verkaufsaktionen wie Black Friday und Online-Weihnachtseinkäufe, welche zu mehr Paketzustellungen führen und damit Kriminellen mehr Gelegenheit bieten, die Pakete zu entwenden, schreibt die «NZZ». Laut einer Statistik der Kantonspolizei Zürich haben Päckli-Diebstähle in den vergangenen Jahren aber auch unabhängig von der Adventszeit massiv zugenommen. So ist zwischen 2017 und 2020 die Zahl der Anzeigen in diesem Bereich um 87 Prozent angestiegen.

Die Zunahme der Delikte hänge unter anderem mit Corona zusammen. Denn während der Shutdowns und auch danach hätten immer mehr Menschen die Vorzüge des Online-Shoppings entdeckt. So habe es mehr Pakete vor Hauseingängen gegeben und damit auch mehr Gelegenheit für Diebstähle. Laut der «NZZ» handelt es sich hauptsächlich um Einzeltäter und keine organisierten Banden. Sie stehlen die Waren und verkaufen sie anschliessend weiter.

Anders als die Polizei registriert die Post keinen Trend bei Diebstählen. Die Verlustquote bei Paketen sei schweizweit stabil im tiefen Promillebereich. Es gebe aber mehr Pakete, die unauffindbar seien. Dies hänge aber auch mit der Rekordmenge der ausgelieferten Waren zusammen. «Wir können nicht ausschliessen, dass Kriminelle vermehrt aktiv sind, weil sie versuchen, von mehr Gelegenheiten zu profitieren», sagt eine Sprecherin gegenüber der «NZZ».

Paketdiebe in Opfikon

Erst Anfang Dezember haben Anwohner der Kantonspolizei Zürich gemeldet, dass im Glattpark in Opfikon Personen gesehen wurden, welche Briefkästen öffneten und Pakete daraus entfernten. Laut einer Mitteilung stellten die ausgerückten Patrouillen an verschiedenen Örtlichkeiten im Quartier geöffnete Pakete fest. Die Ermittlungen dazu laufen. Die Polizei rät:

  • Sendungen nicht unbeaufsichtigt im Milchkasten liegen lassen. Wenn möglich sollte man jegliche Post selber entgegennehmen oder einen Nachbarn bitten, dies zu tun.

  • Die Paketzustellung steuern, also zum Beispiel ins Geschäft liefern lassen oder den Zustellungstag selber wählen.

  • Falls das Paket dennoch wegkommt, unbedingt Anzeige erstatten.

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