Aktualisiert 08.09.2009 12:21

Anzeigen verdoppeltZunehmende Sorge um Preise

Die Wirtschaftskrise lässt die Konsumentinnen und Konsumenten sensibler auf Preiserhöhungen reagieren. Die Zahl der Anzeigen beim Preisüberwacher hat sich im ersten Halbjahr 2009 verdoppelt.

Insgesamt seien in diesem Zeitraum 1535 Anzeigen eingegangen, sagte Preisüberwacher Stefan Meierhans in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der «Coopzeitung». Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren es noch halb soviele gewesen.

Meierhans geht davon aus, dass die hohe Zahl der Anzeigen mit der schlechten Wirtschaftslage zusammenhängt. So seien kleinere Unternehmen bemüht, ihre Kosten zu optimieren. Dabei realisierten sie, dass Abwasser, Wasser, Strom und andere Güter viel kosteten.

Doch auch viele Privatpersonen hätten sich gemeldet. Der Preisüberwacher übernehme dabei eine Art Ombudsfunktion. Als Beispiel nannte Meierhans eine ältere Dame, die ein Radio gekauft und kurz darauf festgestellt habe, dass das gleiche Gerät in einem anderen Geschäft 50 Franken günstiger angeboten worden sei.

In solchen Fällen empfehle der Preisüberwacher, das nächste Mal vor dem Kauf die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Hier spiele der Markt. Der mündige Bürger könne sich nicht über Preisunterschiede beklagen, wenn er das erstbeste Angebot annehme.

(sda)

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