Umfrage: «Zuppiger sollte als Nationalrat zurücktreten»
Aktualisiert

Umfrage«Zuppiger sollte als Nationalrat zurücktreten»

Bruno Zuppiger hat seine Kandidatur für den Bundesratssitz zurückgezogen. Doch ist das Vertrauen in den SVP-Nationalrat komplett dahin? Die Bevölkerung ist sich uneins.

von
pru

(Video: M. Bangerter / Interview: P. Rüegg)

Am Donnerstag gab SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger bekannt, dass er sich als Bundesratskandidat zurückziehe. Die von der «Weltwoche» publik gemachte Affäre um eine Erbschaft zwang ihn zu diesem Schritt. Nun fordert unter anderem «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel seinen Rücktritt auch als Nationalrat. Das halten jedoch viele der von 20 Minuten Online Befragten für eine überstürzte Handlung. «Solange man nicht sicher ist, was er getan hat, kann er bleiben», meint eine Passantin. Klar war hingegen, dass die SVP beim Überprüfen ihres Kandidaten geschlampt hat: «Man hätte mehr Details prüfen sollen. Wahrscheinlich hat er aber auch nicht alles erzählt», vermutet einer der Befragten.

Nachfolger mit schlechten Aussichten

Nach nicht einmal einer Woche mit Zuppiger als offiziellem Bundesratsanwärter musste die SVP am Donnerstag bereits einen Ersatzkandiaten aufbieten. Der Nationalratspräsident Hansjörg Walter wird anstelle von Zuppiger nächste Woche ins Rennen steigen. Vor drei Jahren war er bereits Sprengkandidat von Mitte-links und unterlag mit nur einer Stimme gegen Ueli Maurer. Dennoch hielten ihn in unserer Umfrage die wenigsten für einen geeigneten Kandidaten: «Er tut mir ein bisschen leid, und ich glaube, er hat keine Chance», sagt eine junge Mutter. Einig war man sich auch, dass die Partei momentan ein Image-Problem hat. «Klar hat sie das, aber das hat sie meines Erachtens schon länger», meint ein älterer Herr mit einem Schmunzeln. Wie schwer die Partei unter dem Fall Zuppiger zu leiden hat, zeigt sich bei den Bundesratswahlen am nächsten Mittwoch.

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