Besitzer gesucht: «Zur richtigen Zeit am richtigen Ort» – Janis (19) findet Ehering in der Aare

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Besitzer gesucht«Zur richtigen Zeit am richtigen Ort» – Janis (19) findet Ehering in der Aare

Beim Marzili in Bern findet Janis Neuenschwander einen zweifarbigen Ehering. Seine Bemühungen, den Besitzer oder die Besitzerin zu finden, waren bisher erfolglos.

von
Lucas Orellano
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«Petra, 17. 08. 2002» – Wem gehört dieser Ehering?

«Petra, 17. 08. 2002» – Wem gehört dieser Ehering?

Privat
Gefunden wurde der Ring in der Aare beim Marzili in Bern.

Gefunden wurde der Ring in der Aare beim Marzili in Bern.

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Der Finder Janis Neuenschwander sucht nun den Besitzer oder die Besitzerin.

Der Finder Janis Neuenschwander sucht nun den Besitzer oder die Besitzerin.

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Darum gehts

  • In etwa 1,50 Metern Tiefe fand Neuenschwander den Ring und tauchte nach ihm.

  • Er glaubt nicht, dass ihn jemand absichtlich in die Aare geworfen hat. 

  • Nun versucht er zuerst, den Besitzer oder die Besitzerin auf eigene Faust zu finden.

Janis Neuenschwander war Mitte August in der Aare, als ihm beim Aussteigen beim Marzili in  Bern ein Glänzen am Grund auffiel – in etwa 1,50 Metern Tiefe. «Ich dachte mir gleich, dass das etwas besonderes ist», sagt der 19-Jährige zu 20 Minuten. «Ich bin dann hinuntergetaucht und habe ihn vom Boden geholt. Und dann habe ich gesehen, dass es ein Ehering aus Gold und wahrscheinlich Weissgold ist. Darauf graviert: «Petra, 17.8.2002». Der 20. Hochzeitstag war also erst vor Kurzem.

Wie lange der Ring da gelegen habe, sei schwierig zu sagen. Er sei fest am Boden gewesen. «Aber es war schon Glück dabei, dass er nicht grad weggeschwemmt worden ist», sagt Neuenschwander. 

Erkundigungen erfolglos

Nach dem Aussteigen war sich der Betriebsdisponent unsicher, was er machen soll. Auf dem Heimweg ging er am Fundbüro vorbei, sah dort aber eine längere Schlange. «Da habe ich mich entschieden, zuerst auf eigene Faust nach dem Besitzer oder der Besitzerin des Ringes zu suchen.» Eine Erkundigung beim Standesamt Bern blieb erfolglos – zumal es ja auch nicht sein muss, dass die Hochzeit in Bern stattgefunden hat.

Neuenschwander meldete sich bei 20 Minuten und sucht auch mit einem Beitrag auf Facebook nach dem Besitzer oder der Besitzerin des Ringes. Bisher wurde der Beitrag über 1600-mal geteilt, noch ohne Erfolg.

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«Zur richtigen Zeit am richtigen Ort»

Was, wenn jemand den Ring absichtlich loswerden wollte? «Ich glaube nicht, dass ihn jemand da hineingeworfen hat», sagt Neuenschwander. «Der Ring hat ja auch einen materiellen Wert, den würde man wohl kaum einfach wegwerfen. Aber abschliessend kann ich das natürlich auch nicht beurteilen.»

«Ich wäre sehr erleichtert und erfreut, wenn sich die Person finden lässt», so der 19-Jährige weiter. «Dann wäre ich nämlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. Mir geht es darum, dass der Besitzer oder die Besitzerin den Ring zurückbekommt und wieder glücklich ist. Der emotionale Wert für die Personen ist nach 20 Jahren Ehe sicher riesig.»

«Empfehlen, Gegenstand abzugeben»

«Wir empfehlen, in solchen Fällen Fundgegenstände beim Fundbüro abzugeben» heisst es von der Kantonspolizei Bern auf Anfrage von 20 Minuten. Möglich sei das in Bern, Biel und Thun. Dazu kommen noch die Fundbüros von SBB und Bernmobil, für im öffentlichen Verkehr gefundene Gegenstände.

Dort kann die Person, die etwas vermisst, eine Meldung machen. Aktiv nach dem Besitzer oder der Besitzerin dieses Hochzeitsrings suchen, könnte die Polizei allerdings nicht. «Wir bräuchten dazu einen vollen Namen oder ein Geburtsdatum», sagt Mediensprecherin Magdalena Rast. «Auf Hochzeitsringen ist in der Regel das Hochzeitsdatum graviert, das hilft bei der Suche nicht.» 

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