Aktualisiert 04.03.2014 15:02

Auf 450 km AutobahnZur Rushhour nur noch Tempo 80 statt 120

Der Bund plant auf insgesamt 450 Kilometern eine Temporeduktion während der Stosszeiten. Dies soll weniger Stau zur Folge haben. Nicht bei allen stösst die Idee auf Gegenliebe.

von
dia

Langsameres Fahren gegen den Verkehrskollaps: Verkehrsministerin Doris Leuthard plant den Ausbau von umschaltbaren Geschwindigkeitstafeln auf weiteren 280 Autobahnkilometern, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» schreibt. Bereits heute darf man auf 170 Kilometern während der Stosszeiten nicht mehr Tempo 120, sondern nur noch 80 km/h fahren.

«Es geht nicht um Schikane, sondern darum, die Kapazität des Autobahnabschnitts vollumfänglich auszureizen», sagt Guido Bielmann vom Bundesamt für Strassen (Astra). Dank der reduzierten Geschwindigkeit würden die Fahrzeuge dichter aufeinander fahren. Damit könne die Streckenkapazität um über 700 Autos pro Stunde gesteigert werden.

Auf der A1 und in den grossen Agglomerationen gilt bereits heute die reduzierte Geschwindigkeit während der Rushhour. Das Astra zieht daraus ein positives Fazit. «Der Verkehr fliesst regelmässiger und staut sich weniger», sagt Bielmann.

Allerdings sind längst nicht alle mit dieser Massnahme glücklich. «Wenn Autofahrer durch die Geschwindigkeitsreduktionen 20 Prozent länger fahren müssen, steigen auch ihre Kosten um 20 Prozent», sagt Niklas Zürcher, Generaldirektor des Automobil-Clubs der Schweiz.

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