Aktualisiert 29.11.2010 13:49

Saddam-Vize Tarik Asis

Zur Todesstrafe noch zehn Jahre Haft

Der ehemalige irakische Aussenminister Tarik Asis ist wegen Verbrechen gegen kurdische Schiiten zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor hatte er bereits die Todesstrafe für andere Verbrechen erhalten.

Der ehemalige irakische Aussenminister Tarik Asis wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der ehemalige irakische Aussenminister Tarik Asis wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Das irakische Sondertribunal sah damit von der Todesstrafe für den 74-jährigen Tarik Asis ab. Ihm sei nur eine geringe Beteiligung an den Gräueltaten gegen Faili-Kurden nachgewiesen worden.

Mindestens drei ehemalige Getreue von Saddam Hussein wurden im gleichen Fall zum Tode verurteilt; zwei Halbbrüder von Saddam wurden allerdings freigesprochen. Das am Montag gesprochene Urteil gegen Asis ist unabhängig von einem bereits bestehenden Todesurteil.

Asis war zuvor wegen der Verfolgung schiitischer Politiker zum Tode verurteilt worden. In der vergangenen Woche baten seine Anwälte Präsident Dschalal Talabani um eine Begnadigung. Als einziger Christ gehörte Asis zum engsten Kreis um den ehemaligen irakischen Diktator. Er war Aussenminister und stellvertretender Ministerpräsident.

(sda)

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