Abfahrtstraining: Zurbriggen setzt ein Ausrufezeichen
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AbfahrtstrainingZurbriggen setzt ein Ausrufezeichen

Nach einem verkorksten Saisonstart gelingt Silvan Zurbriggen im ersten Training zur Abfahrt in Val Gardena eine massive Steigerung. Der Walliser fährt auf Platz 6. Schnellster ist Aksel Lund Svindal.

Mit Silvan Zurbriggen gelang in Val Gardena immerhin einem Schweizer im ersten Training zur Weltcup-Abfahrt vom Samstag eine deutliche Steigerung. Der Walliser belegte Platz 6, mit gut sechs Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit von Aksel Lund Svindal.

Nach den Schlappen der Schweizer Abfahrer zum Saisonstart in Übersee war Silvan Zurbriggen bemüht, keine allzu grosse Euphorie aufkommen zu lassen. Ein kleines Lebenszeichen sei es gewesen, dieser 6. Rang im Training, «mehr aber auch nicht. Wir mussten wirklich hart unten durch. Wir bemühten uns, die Geduld zu bewahren. Aber die letzte Zeit verlief doch recht hektisch.» Die Ränge 24 und 45 hatten für ihn persönlich in Lake Louise und Beaver Creek resultiert.

Gute Erinnerungen an Val Gardena

Nun aber hofft Zurbriggen, im Grödnertal Gegensteuer geben zu können. «Wir fanden zuletzt in St. Moritz sehr gute Trainingsbedingungen vor und konnten zusammen mit den Trainern und Serviceleuten optimal arbeiten. Vielleicht hat es ja etwas genützt.» Val Gardena ist für ihn ohnehin ein spezieller Boden. Hier errang Zurbriggen vor zwei Jahren seinen bisher einzigen Sieg in der Weltcup-Abfahrt, mit der Nummer 23, mit der er auch gestern unterwegs war. «Solche Kleinigkeiten», betonte er, «geben zusätzlich Mumm.»

Zurbriggen war indes in der ersten Übungsfahrt einsam und allein vorne vertreten. Neben ihm schaffte es keiner von Swiss-Ski in die Top 30, was sich nicht allein damit erklärt, dass die Piste nach einem längeren Unterbruch immer bessere Zeiten zuliess. Der Österreicher Patrick Schweiger, gestartet mit Nummer 39, hatte nach einem Sturz mit dem Helikopter geborgen werden müssen. Der 22-jährige Salzburger erlitt eine Verletzung im linken Knie.

Weitere Vorstösse von Aussenseitern

Der Italiener Werner Heel (Nummer 57) und der Amerikaner Steven Nyman (Nummer 42/Gewinner der Abfahrt in Val Gardena 2006) setzten sich danach noch vor Zurbriggen, daneben nutzten viele weitere Aussenseiter die Chance zu einem rangmässigen Vorstoss. Die unerfahrenen Schweizer wie Weltcup-Newcomer Nils Mani oder Christian Spescha, erstmals beraten vom zurückgetretenen Didier Cuche, konnten jedoch dessen Tipps und die besser gewordenen Verhältnisse zu keinem Exploit nutzen.

Auch die Präsenz von Beat Feuz vermochte die Schweizer nicht zu beflügeln. Feuz wohnt derzeit bei seiner österreichischen Freundin in Innsbruck, in die dortige Uni-Klinik begibt er sich auch regelmässig zur Kontrolle seines verletzten Knies. Da Val Gardena nicht weit von Innsbruck entfernt liegt, nutzte er dies zu einem kurzen Abstecher über den Brenner.

Feuz sah dabei eine starke Vorstellung von Aksel Lund Svindal. Der Norweger, zum Saisonstart in Lake Louise sowohl Sieger in der Abfahrt als auch im Super-G, realisierte seine bereits dritte Trainings-Bestzeit in diesem Winter. Um vier Hundertstel war er schneller als der kanadische Weltmeister Erik Guay. Der Österreicher Klaus Kröll, letzten Winter Gewinner der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt, landete 0,10 Sekunden zurück auf Platz 3.

Val Gardena (It). Erstes Training für die Weltcup-Abfahrt vom Samstag:

1. Aksel Lund Svindal (No) 1:58,73.

2. Erik Guay (Ka) 0,04 zurück.

3. Klaus Kröll (Ö) 0,10.

4. Werner Heel (It) 0,22.

5. Steven Nyman (USA) 0,55.

6. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,64.

7. Alexandre Bouillot (Fr) 0,75.

8. Otmar Striedinger (Ö) 0,78.

9. 5. Hannes Reichelt (Ö) 0,84.

10. Silvano Varettoni (It) 0,96.

Ferner: 23. Christof Innerhofer (It) 1,47. 33. Patrick Küng (Sz) 1,85. 40. Marc Gisin (Sz) 2,03. 43. Carlo Janka (Sz) und Vitus Lüönd (Sz) 2,18. 49. Didier Défago (Sz) 2,46. 54. Christian Spescha (Sz) 2,79. 56. Sandro Viletta (Sz) 2,90. 66. Nils Mani (Sz) 5,19

69 Fahrer gestartet, 67 klassiert.

(si)

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