Aktualisiert 20.01.2016 12:47

Versicherungen

Zurich-Aktien stürzen um rund acht Prozent ab

Stürme in Grossbritannien, Tornados in Australien: Naturkatastrophen machen dem Versicherungskonzern Zurich zu schaffen.

von
dia
Minus von 8,5 Prozent: Die Zurich-Aktie brach ein. (20. Januar 2016)

Minus von 8,5 Prozent: Die Zurich-Aktie brach ein. (20. Januar 2016)

Kein Anbieter/Screenshot Reuters

Die Titel des Versicherungskonzerns Zurich sind am Mittwoch stark gefallen. Der Aktienkurs lag gleich zu Handelsbeginn rund 8,5 Prozent im Minus. Hintergrund dieses Einbruchs war eine Vorabinformation des Schweizer Unternehmens über die Ergebnisse des vierten Quartals 2015.

Diese werden aller Voraussicht nach deutlich schlechter als erwartet ausfallen. So belasten etwa Schäden durch Naturkatastrophen sowie ein beträchtliches Volumen an Grossschäden.

Genaue Höhe unbekannt

Für die Stürme Desmond, Eva und Frank in Grossbritannien und Irland erwartet der Assekuranzkonzern, dass sich basierend auf vorläufigen Schätzungen kumulierte Schadenaufwendungen von rund 275 Millionen Dollar negativ im Jahresergebnis 2015 niederschlagen werden. Zusätzlich zu diesen Verlusten gab es eine Reihe weiterer Naturkatastrophen, darunter ein Tornado in Australien.

Im vierten Quartal gab es obendrein einen grossen Schadenfall im Bereich Kredit- und Kautionsversicherung sowie bedeutende Sachschäden. Genau sagt die Zurich allerdings nicht, in welcher Höhe diese Belastungen ausfallen.

«Enttäuschende» Resultate

Insgesamt erwartet der Konzern, dass er im Schadenversicherungsgeschäft für das vierte Quartal einen Betriebsverlust von rund 100 Millionen Dollar ausweisen wird. Zusätzlich verursacht das Effizienzsteigerungsprogramm zunächst Belastungen von rund 475 Millionen Dollar. Die Gruppe beabsichtigt ausserdem, eine einmalige Wertberichtigung im Zusammenhang mit dem Goodwill für das Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland von rund 230 Millionen Dollar vorzunehmen.

Zurich bezeichnet in einem Communiqué die Resultate 2015 für die Schadenversicherung als «enttäuschend». Allerdings sollten die Betriebsergebnisse von Farmers und der Lebensversicherungssparte im Rahmen der Erwartungen liegen. (dia/sda)

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