Aktualisiert 29.09.2009 17:23

Affäre Polanski

Zurich Film Festival wehrt sich

Nach der Festnahme von Roman Polanski weist das Zurich Film Festivals Vorwürfe zurück, wonach die rechtliche Situation ungenügend abgeklärt worden sei.

Vorgängige Erkundigungen über allfällige Haftbefehle seien aus rechtlichen Gründen unmöglich. Kontakte mit Justizbehörden seien nie aufgenommen worden. Polanski habe die Schweiz seit Jahren regelmässig besucht und sei stets unbehelligt geblieben. Dies sei auch im laufenden Jahr der Fall gewesen, hiess es in einer Mitteilung des Festivals vom Dienstag.

Die Organisatoren des Festivals hätten deshalb keinen Grund gehabt, von einer plötzlich veränderten Sachlage auszugehen, schrieben sie. An der Ehrung von Polanski für sein kulturelles Schaffen hält das Festival fest. Alles weitere liege in der Hand der Justizbehörde.

Amerikaner gaben entscheidenden Hinweis

Polanski hatte am Samstag ans Zurich Film Festival reisen wollen, als er in Zürich auf Grund eines internationalen Haftbefehls festgenommen wurde.

Laut Aussagen von Guido Balmer, dem Sprecher des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements, hatten Polizeistellen in den USA in der vergangenen Woche den entscheidenden Hinweis auf Polanskis Einreise gegeben.

Polanski geht es den Umständen entsprechend gut, wie sein Schweizer Anwalt Lorenz Erni gegenüber der «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SF sagte. Es sei jedoch keine einfache Zeit für Polanski. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.