Versicherungsbranche: Zurich-Konzern stuft Renditeziele herab
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VersicherungsbrancheZurich-Konzern stuft Renditeziele herab

Die tiefen Zinsen bremsen den Versicherer Zurich. Das schlägt sich auch in den Renditezielen nieder, die der Konzern etwas zurückstuft.

Der Zurich-Konzern erwartet für die Jahre 2014 bis 2016 eine Rendite von 12 bis 14 Prozent.

Der Zurich-Konzern erwartet für die Jahre 2014 bis 2016 eine Rendite von 12 bis 14 Prozent.

Der Versicherer Zurich wird bei den Renditevorstellungen bescheidener. Konzernchef Martin Senn hält es für realistisch, dass die global tätige Gruppe in den Jahren 2014 bis 2016 auf dem eingesetzten Kapital und gemessen am Betriebsgewinn eine Rendite von 12 bis 14 Prozent erreicht.

Zurich hat das Renditeziel stufenweise zurückgenommen. 2007 hatte die Gruppe unter dem damaligen Chef James Schiro noch von einem Renditeziel bei 16 Prozent gesprochen. Vor einem Jahr war es innerhalb der Spanne von 13 bis 15 Prozent definiert worden.

Tiefe Zinsen

Senn begründete die neue Einschätzung der Geschäftsaussichten am Donnerstag während eines Zurich-Investorenanlasses mit den tieferen Zinsen, welche die Versicherer bremsten. Die Reduktion des Ziels habe sich angedeutet, sagte Senn.

Allerdings wolle die Gruppe eher 14 als 12 Prozent Rendite erzielen. Erreichen will Senn dies mit mehr Effizienz, weniger Komplexität und einer höheren Wertschöpfung. Gewisse Ziele, die sich die Zurich für die Periode 2010 bis 2013 gesetzt hatte, wurden indessen nicht erreicht, wie Senn durchblicken liess.

Konzentration auf Schwerpunktmärkte

In den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 will sich der Versicherer in seinem globalen Geschäft, das Sach- und Lebensversicherungssparten umfasst, weiter auf Grosskunden und mittelständische Unternehmen konzentrieren. In einigen Ländern stehe auch der Privatkundenmarkt im Fokus, sagte Senn.

«Wir erkennen, dass wir in manchen Bereichen sehr stark, in anderen jedoch noch klein und zu wenig profitabel sind», sagt der Konzernchef. Die Konzentration auf Schwerpunktmärkte bedeutet laut Senn aber auch, dass Firmenteile mit unterdurchschnittlicher Entwicklung saniert werden müssen oder verkauft werden könnten. (sda)

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