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Johnny LeoniZurück im Tor

Nächste Runde in der Goalie-Posse beim FC Zürich. Heute im Cup-Knaller gegen die Young Boys erhält Johnny Leoni eine Chance, die bei genauerem Hinsehen gar keine ist.

von
Sandro Compagno

Das Wort «Goalie-Problem» bringt Urs Fischer in Rage. Der Trainer des FC Zürich ärgert sich über die Kritik an seiner Nummer 1 Andrea Guatelli (26). «Wo kämen wir hin, wenn wir keine Fehler mehr machen dürften? Da läuft eine Hetzjagd», poltert Fischer. Und: «Der FCZ hat kein Goalie-Problem.»

Grund für die Medienschelte war ein Artikel im «Blick» von letzter Woche. Die Boulevard-Zeitung hatte geargwöhnt, Guatelli dürfe nur spielen, weil FCZ-Präsident Ancillo Canepa am Transfer des 1,97-m-Mannes von Portsmouth (wo er nie spielte) nach Zürich beteiligt gewesen sei. Aber auch der «Tages-Anzeiger» («durchzogene Leistungen»), die NZZ («Fehlgriff») und 20 Minuten («kapitale Böcke») hielten fest, dass Guatelli derzeit kein Rückhalt im Kampf gegen den FC Basel um die Meisterschaft ist. Immerhin geht es um die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League und damit um 20 Millionen Franken.

Die Ausgangslage vor dem Cup-Viertelfinal gegen YB ist brisant. Am 13. Februar griff Guatelli im Stade de Suisse zweimal folgenschwer daneben: 2:4 unterlag der FCZ. Zweieinhalb Wochen später darf es Johnny Leoni an gleicher Stätte gegen den gleichen Gegner besser machen. Es ist erst sein viertes Pflichtspiel nach den Cup-Einsätzen gegen die Unterklassigen Schötz (6:0), ­Locarno (3:0) und Tuggen (4:0).

Eine Chance für den im Sommer als Nummer 1 ausgebooteten dreifachen Schweizer Meister ist es nicht. «Der Cup ist Johnnys Wettbewerb», sagt Fischer.

Im Klartext: Leoni kann heute hexen, Guatelli darf weiter danebengreifen; an der Goalie-Hierarchie beim FCZ ändert sich nichts.

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