Aktualisiert 03.12.2008 22:54

Nahost

Zusammenstösse in Hebron

In der geteilten Stadt Hebron im Westjordanland ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen radikalen jüdischen Siedlern und Sicherheitskräften gekommen.

Jugendliche hielten am Mittwoch ein Haus besetzt, das die Regierung nach einer Anordnung des Obersten Gerichtshofs räumen lassen will, und warfen Steine auf israelische Soldaten und Palästinenser. 300 zusätzliche Polizisten wurden nach Hebron beordert, und Verteidigungsminister Ehud Barak kündigte ein Treffen mit den Siedlern am Donnerstag an. An der Räumung des Hauses werde aber in jedem Fall festgehalten, sagte Barak in einem Interview des Fernsehsenders Kanal 2. In Hebron leben rund 500 jüdische Siedler und 170 000 Palästinenser. Im gesamten Westjordanland gibt es etwa 100 nicht genehmigte Aussenposten, gegen die die israelische Regierung bislang nicht vorgegangen ist. (dapd)

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