Elektronik: Zusatzferien bei Münchwiler Schmid AG
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ElektronikZusatzferien bei Münchwiler Schmid AG

Die Münchwiler Eletronik-Firma Schmid AG «schenkt» ihren 42 Angestellten vier Wochen zusätzliche Ferien. Damit hilft sich das Unternehmen über die Umsatzflaute hinweg. Zugleich sind die Extra-Ferien aber auch eine Belohnung für den guten Geschäftsgang 2008.

Die Schmid Elektronik AG aus Münchwilen TG hat nach eigenen Angaben vom Dienstag 2008 vom Exportboom profitiert und einen Umsatz von 10,2 Mio. Franken erwirtschaftet.

2006 hatte dieser noch bei 6 Mio. Fr. gelegen, wie Urs Steinmann, Mitglied der Geschäftsleitung, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Für 2009 rechne man aber mit einem Rückgang auf 8 bis 9 Mio. Franken.

Belohnung und Flautenausgleich

Einerseits wollte man die Belegschaft am guten Geschäftsgang der letzten Jahre teilhaben lassen, andererseits sollten mögliche «Flauten» ausgeglichen werden. Und so bot die Firma ihren Beschäftigten, die sonst Anspruch auf gut fünf Wochen Ferien pro Jahr haben, vier bezahlte Zusatz-Ferienwochen an.

Einzige Bedingung: «Man musste in dieser Zeit einfach etwas tun und nicht nur rumhängen», so Steinmann. «Vier Wochen Strandferien hätten wir nicht bewilligt», sagt er.

Bewilligt wurden aber Vorhaben wie eine Bildungsreise, Fitnessferien, Mithilfe im Familienunternehmen oder Sprach- Weiterbildungen bis hin zur Enkel-Betreuung. Aber auch Ferien für den ehrenamtlichen Einsatz in einem Altenheim hat das Unternehmen gutgeheissen.

Von der Firma bezahlte Kurzarbeit

Fast alle Beschäftigten haben das Angebot angenommen. Bezogen werden die geschenkten Ferien seit Februar bis Ende 2009. Die Abwesenheiten würden so organisiert, dass der Betrieb weiterlaufe, sagt Steinmann. Gleichzeitig seien die Zusatzferien auch «so etwas wie Kurzarbeit - allerdings eine, die wir vollständig selber bezahlen». (sda)

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