Aktualisiert 25.12.2007 16:10

Zuviel Feinstaub unter der Nebeldecke

An mehreren Messstellen ist die Belastung der Luft mit dem gesundheitsgefährdenden Feinstaub PM10 über den Grenzwert gestiegen.

Ein Meteorologe von MeteoSchweiz sprach von einer typischen Inversionslage, welche die Schadstoffbelastung ansteigen lässt.

Am Weihnachtstag registrierte das Bundesamt für Umwelt an sechs der 13 Stationen des Nabel-Messnetzes ein 24-Stunden-Tagesmittel über dem Immissions-Grenzwert von über 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter. Bern, wo die Konzentration an einer verkehrsreichen Strasse gemessen wird, wies mit 72 Mikrogramm die stärkste Belastung auf, gefolgt von Binningen bei Basel mit 62 Mikrogramm, Härkingen mit 56 Mikrogramm, Zürich und Lausanne mit je 53 Mikrogramm sowie Dübendorf mit 51 Mikrogramm. An den Messstationen in Bern, Lausanne, Zürich und Dübendorf wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter am Dienstag damit bereits zum siebten Tag in Folge überschritten oder zumindest erreicht. In Binningen war es der sechste Tag in Folge.

Die für die Schadstoffbelastung ungünstige Inversionslage dürfte die nächsten Tage vorerst andauern, sagte ein Meteorologe von MeteoSchweiz. Die Schicht, unter der kein Luftaustausch mehr stattfinde, sei sehr stabil. Erst am kommenden Samstag rechnet er damit, dass die Inversionslage mit dem auffrischenden Südwestwind ausgeräumt werde.

Unter dem Nebel war es verbreitet minus zwei bis minus drei Grad, im zentralen Mittelland sogar mit minus fünf Grad kalt. In höheren Lagen über der Nebeldecke war es dagegen sonnig und recht warm. Auf dem Hörnli wurden am Weihnachtstag plus fünf Grad, auf dem Chasseral plus 4,3 Grad und auf dem 2.106 Meter hohen Pilatus immerhin noch plus 0,8 Grad gemessen. (dapd)

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