Aktualisiert 15.04.2005 11:31

Zuviel Treibhausgas in der Schweiz

Die Treibhausgasemissionen der Schweiz waren 2003 mit 52,3 Millionen Tonnen praktisch gleich hoch wie 1990.

Das Kyoto-Protokoll verlangt jedoch, dass die Schweiz ihre Emissionen zwischen 2008 und 2012 gegenüber 1990 um acht Prozent verringern muss.

Dank Massnahmen in den Bereichen Umwelt, Energie, Verkehr und Landwirtschaft haben sich die Emissionen der sechs vom Protokoll geregelten Treibhausgase Kohlendioxid, Methan, Lachgas sowie die synthetischen Gase HFC, PFC und SF6 stabilisiert, wie das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) am Freitag mitteilte. Ab 1990 schwankten sie in einem engen Bereich zwischen 50,2 (1994) und 54,1 (1991) Tonnen. Im Jahr 2003 lagen die Emissionen praktisch gleich hoch wie 1990 (-0,4 Prozent). Hauptgründe für die Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren sind die Wintertemperaturen, die die Heizenergie beeinflussen, sowie das wirtschaftliche Umfeld. Die 1,1 Millionen Tonnen Zunahme der Emissionen zwischen 2002 und 2003 ist laut Buwal zur Hauptsache auf die relativ kühlen Wintertemperaturen des Jahres 2003 zurückzuführen.

Das Kohlendioxid (CO2), das beim Verbrauch fossiler Energien entsteht, stellt mit nahezu 80 Prozent den überwiegenden Anteil des Ausstosses von Treibhausgasen in der Schweiz dar. Der Bundesrat hat deshalb am 23. März beschlossen, die CO2-Emissionen mit der Einführung einer CO2-Abgabe auf Brennstoffen und eines Klimarappens auf den Treibstoffen zu reduzieren. Vorgesehen ist, CO2-Abgabe und Klimarappen 2006 einzuführen. (dapd)

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