Aktualisiert 19.11.2006 07:50

Zuviele junge Männer bedeutet Krieg

Wenn in einer Gesellschaft über 30 Prozent aller Männer zwischen 15 und 29 Jahre alt sind, ist die Gefahr gross, dass es zu Kriegen, Revolutionen oder Bandenkriminalität kommt.

Diese Theorie vertritt der deutsche Völkermordforscher Gunnar Heinsohn in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Demnach sind nicht Religion oder Armut die Hauptursache von kriegerischer Gewalt, sondern die Bevölkerungsstruktur. Für die dritten und vierten Söhne einer Familie sinken die Chancen auf eine attraktive Position in der Gesellschaft, weshalb die überschüssigen jungen Männer gewaltbereit würden und zu töten beginnen. Als Beispiel nennt der Wissenschaftler auch die islamischen Länder, wo seit 1950 ein Überschuss an jungen Männer herrsche, die als Islamisten für einen noch reineren Glauben vor allem andere Muslime töten, aber auch Eroberungskriege führen würden.

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