Aktualisiert 05.09.2006 11:43

Zuwenig Arbeitskräfte in der Uhrenindustrie

Die Uhrenindustrie benötigt in der gegenwärtigen Wachstumsphase mehr Personal. In den nächsten fünf Jahren sind mehr als 2.100 neue, qualifizierte Arbeitskräfte nötig, wie eine Untersuchung des Arbeitgeberverbandes der Uhrenindustrie zeigt. Dies entspricht einer Steigerung von 18 Prozent.

Als Grund für die positive Entwicklung werden in der am Dienstag in La Chaux-de-Fonds vorgestellten Untersuchung des Arbeitgeberverbandes die steigende Produktion von Uhren im Luxussegment sowie die erfreuliche Wirtschaftslage genannt.

Praktisch alle technischen Berufe in der Uhrenindustrie würden von der guten Konjunktur profitieren, vor allem aber brauche es in den nächsten fünf Jahren wieder mehr Uhrmacher, Mikrozeichner und Mikromechaniker. Gemäss der Untersuchung werden bis 2010 bis zu einem Drittel mehr Stellen für diese Berufe geschaffen. Die Uhrenbranche benötige aber auch teil- und unqualifizierte Arbeiter sowie Ingenieure und Techniker.

Damit langfristig genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, will die Uhrenindustrie eine neue Kurzlehre für Uhrenarbeiter schaffen, Erwachsene ausbilden und wenn nötig Spezialisten über das Pensionsalter hinaus beschäftigen. Zudem plant sie eine Werbekampagne, welche das Image der Berufe in der Uhrenindustrie - zum Beispiel denjenigen des Polierers - verbessern soll. (dapd)

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