Aktualisiert 03.08.2006 06:57

Zuwenig sicher: AKWs in Schweden heruntergefahren

Aus Sicherheitsgründen sind in Schweden mehrere Atomreaktoren heruntergefahren worden.

Dies teilte der Betreiber des 200 Kilometer südlich von Stockholm gelegenen AKW Oskarshamn am Mittwochabend mit.

Demnach wurden zwei der drei dortigen Atommeiler vom Netz genommen, weil ihre Sicherheit nicht gewährleistet war. Ein Sprecher der Betreiberfirma OKG sagte im schwedischen Radio, damit werde die Konsequenz aus einer Panne in einem anderem AKW in der vergangenen Woche gezogen.

In der Anlage von Forsmark hatte ein Stromausfall dazu geführt, dass ebenfalls ein Reaktor vom Netz genommen werden musste. Anschliessend wurde von verschiedenen Seiten der Vorwurf erhoben, dass ein Atom-Unglück nur durch reines Glück vermieden worden sei.

Erst am Montag hatte eine Invasion von Quallen die Abschaltung des ältesten schwedischen Atomreaktors Oskarshamn 1 erzwungen. Die zahlreichen Quallen hatten die Leitungen für den Zufluss von Kühlwasser blockiert.

Schweden hat im Zuge seines geplanten Ausstiegs aus der Atomenergie seit 1999 bereits zwölf Atomreaktoren komplett geschlossen. Fast die Hälfte des schwedischen Strombedarfs wird derzeit allerdings immer noch von Atomanlagen gedeckt.

(sda)

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