ZVV-Nachtnetz: Billette vorher lösen
Aktualisiert

ZVV-Nachtnetz: Billette vorher lösen

Billette und Zuschläge für die Nacht-S-Bahnen des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) müssen ab dem 1. Dezember vor dem Einstieg gelöst werden.

Der Verkauf in den Zügen wird eingestellt. Wer kein Ticket hat, zahlt 80 statt wie bisher 60 Franken Busse.

Die Möglichkeit, das Bahnbillett und den Nachtzuschlag von fünf Franken im Zug beim Zugsbegleiter zu lösen, wurde im Sinne eines Versuchs in der Anfangsphase des ZVV-Nachtnetzes angeboten. Die Erfahrungen damit seien aber schlecht, teilte der Zürcher Regierungsrat am Donnerstag mit.

Denn wegen der zum Teil sehr hohen Passagierfrequenzen sei den Zugsbegleitern neben dem Verkauf eine lückenlose Ticket-Kontrolle nicht möglich. Dadurch würden viele Fahrgäste motiviert, schwarz zu fahren. Zur Zeit müssen deshalb in einigen Nacht-S-Bahnen zwei zusätzliche Zugbegleiter sowie Mitarbeitende der Bahnpolizei eingesetzt werden. Sporadisch finden sogar Zugangs- und Einstiegskontrollen statt.

Ab 1. Dezember 2003 gilt nun für die Nacht-S-Bahnen des ZVV die gleiche Regel wie für den Zugsverkehr tagsüber. Wer kein gültiges Ticket hat, wird gebüsst. Der Regierungsrat hat einen entsprechenden Beschluss des Verkehrsrates genehmigt. Die Busse wird auf den 1. Dezember schweizweit von 60 auf 80 Franken erhöht.

(sda)

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