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Zwei Afrikaner in Singapur wegen Drogenhandels gehängt

In Singapur sind zwei wegen Drogenhandels verurteilte Männer hingerichtet worden. Sie starben im Gefängnis des Changi-Flughafens durch den Strang.

Zuvor waren die Gnadengesuche der beiden abgelehnt worden, wie die singapurische Behörde zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität mitteilte. Es handelte sich um einen 21-jährigen Nigerianer und einen 35- Jährigen, der laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty international (ai) aus Südafrika stammte.

Der Nigerianer war im November 2004 in Singapur im Besitz von 727 Gramm Heroin festgenommen worden, sein Komplize wurde wegen Anstiftung zur Tat verurteilt.

Keine Gnade

Der junge Nigerianer hatte stets seine Unschuld beteuert. Der Richter hatte in seiner Urteilsbegründung 2005 zwar eingeräumt, es gebe keinen direkten Beweis, dass der Mann sich über die Substanz in seinem Gepäck im Klaren war.

Doch ist die Todesstrafe in Singapur für jeden zwingend vorgeschrieben, der mit mehr als 15 Gramm Heroin erwischt wird. Ihm sei ein Job in Singapur versprochen und ein Ticket bezahlt worden. Dazu sei er gebeten worden, für jemanden Heilkräuter mitzunehmen, hatte der Nigerianer ausgesagt.

Ein Gnadengesuch von Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo in letzter Minute wurde abgelehnt. Er könne nicht zulassen, dass Singapur zu einem Umschlagplatz für Drogen verkomme, schrieb der singapurische Premierminister Lee Hsien Loong an Obasanjo. Auch die UNO appellierte vergeblich an Singapurs Regierung. (sda)

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