Appenzell Ausserrhoden: Zwei Bauern lebensgefährlich verletzt
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Appenzell AusserrhodenZwei Bauern lebensgefährlich verletzt

Tragischer Unfall auf einem Bauernhof in Appenzell Ausserrhoden: Zwei Bauern haben sich in Schwellbrunn beim Umpumpen von Gülle schwer verletzt. Die Angehörigen werden psychologisch betreut.

Ein 39-jähriger Landwirt war aus zunächst ungeklärten Gründen in den zweieinhalb Meter tiefen Güllenkasten gefallen, wie die Kantonspolizei mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch rund 25 Zentimeter Gülle auf dem Boden.

Der 35-jährige Hofbesitzer wurde auf den Unfall aufmerksam und stellte eine Leiter in den Güllekasten. Er begann sofort, den Verunfallten mit einem Wasserschlauch in der Tiefe abzuspritzen, während seine Frau die Rettungskräfte alarmierte. Als sie an den Unglücksort zurückkehrte, fand sie auch ihren Mann bewusstlos im Güllenkasten vor.

Nachbarn leiteten erste Rettungsversuche ein. Die aufgebotene Feuerwehr Schwellbrunn transportierte die beiden Männer mit Atemschutzgeräten an die Oberfläche. Die aufgebotene Sanität und zwei Helikopterbesatzungen leisteten ärztliche Hilfe. Die beiden Bauern wurden in kritischem Zustand ins Kantonsspital St. Gallen geflogen. Die Angehörigen wurden vom psychologische Dienst betreut.

Obwohl es immer wieder zu Unfällen wegen des giftigen Ammoniak-Gases in Gülletanks kommt, ist es für den ländlichen Kanton ein besonders tragisches Ereignis. «So einen schlimmen Fall habe ich in meiner Zeit als Kantonspolizist noch nicht erlebt», sagt Hanspeter Krüsi von der Medienstelle gegenüber 20 Minuten Online.

Der Bauer, selbst aktives Feuerwehrmitglied, habe «alles richtig gemacht». Eine Person habe die Rettungskräfte alarmiert, die andere habe den Verunfallten mit Wasser abgespritzt, um die Sauerstoffzufuhr aufrecht zu erhalten. Warum auch der helfende Landwirt in den Güllekasten gefallen sei, sei unklar.

(AP/ast)

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