Neu im Kino: «Touching the Void»: Zwei Briten stürzen in den Anden ab
Aktualisiert

Neu im Kino: «Touching the Void»Zwei Briten stürzen in den Anden ab

Ein Bergsteigerdrama auf der Leinwand: «Touching the Void» zeigt eine wahre, verhängnisvolle Kletterpartie in den Anden.

«Touching the Void» heisst so viel wie «ins Leere greifen». Die beiden Bergsteiger Joe Simpson und Simon Yates haben darin Erfahrung: Im Mai 1985 bestiegen die beiden englischen Bergsteiger den 6356 Meter hohen Siula Grande, einen Berg in den peruanischen Anden. Der Aufstieg bereitete den beiden Extremsportlern wenig Mühe; beim Runterklettern stürzte Joe allerdings in die Tiefe und zerschmetterte sich das Knie. Es kommt noch schlimmer: Bei Simons Rettungsaktion schlittert Joe in eine Gletscherspalte – sein Gewicht droht auch Simon am anderen Ende des Seiles in die Tiefe zu ziehen. Simon schneidet Joe los – und bricht damit ein Bergsteiger-Tabu.

Der Film «Touching the Void» von Regisseur Kevin Macdonald («One Day in September») ist im Doku-Drama-Stil inszeniert – das heisst, die Szenen wurden mit Schauspielern nachgestellt. Dieser Umstand lässt das halsbrecherische Abenteuer extrem gekünstelt und überinszeniert aussehen und es wirkt dadurch kitschig und wenig bedrohlich.

Benjamin Bögli

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