Krieg in der Ukraine: Zwei britischen Söldnern droht die Todesstrafe
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Krieg in der UkraineZwei britischen Söldnern droht die Todesstrafe

Die beiden britischen Söldner Aiden Aslin und Sean Pinner und ein weiterer Söldner stehen in Donezk vor Gericht. Laut russischen Angaben könnte ihnen sogar die Todesstrafe drohen, weil sie in Mariupol für die Ukraine gekämpft haben. 

von
Florian Osterwalder
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Den drei Angeklagten wird in Donezk der Prozess gemacht. 

Den drei Angeklagten wird in Donezk der Prozess gemacht. 

Screenshot Twitter
Der Brite Aiden Aslin (28) hatte bereits in Syrien an der Seite der Kurden gegen die Terroristen des «Islamischen Staates» (IS) gekämpft und war seit 2018 in der Ukraine: «Wir haben keine andere Wahl mehr, als uns den russischen Kräften zu ergeben», sagt er vor mehreren Wochen.

Der Brite Aiden Aslin (28) hatte bereits in Syrien an der Seite der Kurden gegen die Terroristen des «Islamischen Staates» (IS) gekämpft und war seit 2018 in der Ukraine: «Wir haben keine andere Wahl mehr, als uns den russischen Kräften zu ergeben», sagt er vor mehreren Wochen.

Twitter Cosackgundi
Mariupol: Gräber auf den Grasstreifen zwischen den Strassen, weil die Menschen die Kriegsopfer aus Angst vor Angriffen nicht mehr auf Friedhöfen beerdigen können.

Mariupol: Gräber auf den Grasstreifen zwischen den Strassen, weil die Menschen die Kriegsopfer aus Angst vor Angriffen nicht mehr auf Friedhöfen beerdigen können.

REUTERS

Darum gehts

Sie haben in Mariupol Seite an Seite mit ukrainischen Soldaten gegen Russland gekämpft: Aidan Aslin, Sean Pinner und Ibrahim Saadoun. Nun stehen die beiden Briten und der Marokkaner in Donezk vor Gericht. Vorgeworfen werden ihnen terroristische Aktivitäten auf dem Territorium der Republik Donezk, wie Alexander Alimow, Vertreter des russischen Büros bei der UN in Genf, berichtet. 

Das Gericht in Donezk veröffentlichte ein Video, in dem die drei Gefangenen hinter Gittern zu sehen sind. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bereits erklärt, dass gegen die Angeklagten die Todesstrafe verhängt werden könne. Mittels Übersetzer werden die drei Angeklagten gefragt, ob sie mit der Anklage bekannt gemacht worden seien. Alle drei bejahten diese Frage. Sie hatten keine Einwände gegen den Prozess und gaben ihr Einverständnis zum Start der Verhandlungen. 

Russland zeigte bereits im Staatsfernsehen die britischen Gefangenen

Das russische Staatsfernsehen hatte vor mehr als einem Monat ein Video der zwei britischen Kriegsgefangenen veröffentlicht, die damals um ihren Austausch gegen den pro-russischen ukrainischen Unternehmer Viktor Medwedtschuk baten. In dem ausgestrahlten Video richteten sich die beiden ausgezehrt wirkenden Männer an den britischen Premierminister Boris Johnson und baten ihn darum, ihre Freilassung zu verhandeln.  

Beschäftigt dich oder jemanden, den du kennst, der Krieg in der Ukraine?

Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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