Zoo Basel: Zwei Einsprachen gegen geplantes Ozeanium
Aktualisiert

Zoo BaselZwei Einsprachen gegen geplantes Ozeanium

Gegen den geplanten Bau des Grossaquariums an der Heuwaage haben eine Tierschutzstiftung und Anwohner Einsprachen beim Kanton deponiert.

von
fh

Die Organisationen Helvetia Nostra und der Neutrale Quartierverein Bachletten-Holbein stehen nicht hinter der 100 Millionen Franken teuren Realisierung des Ozeaniums, so das Baudepartement. Zu Verzögerungen im Zeitplan führten diese Beschwerden derzeit aber nicht, wie das Departement weiter verlauten liess.

Wie ein Sprecher erklärte, bezieht sich die Helvetia Nostra bei ihrer Einsprache auf das Verbandsbeschwerderecht gemäss Natur- und Heimatschutz. Ein Grossaquarium sei nicht zeitgemäss, so das Hauptargument des Vereins, der mit der Fondation Franz Weber assoziiert ist. Diese kritisierte die Ozeanium-Pläne des Zoos schon als das Projekt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Anwohner fürchten Mehrverkehr

Die vom Quartierverein zusammen mit einem Anwohner eingereichte Einsprache richtet sich indes nicht gegen den Bau des Ozeaniums, sondern die Verkehrsplanung, wie es auf Anfrage hiess. Das Quartier dürfe nicht durch zusätzlichen Suchverkehr von Besuchenden belastet werden. Der Verein schlägt daher unter anderem Verkehrszählungen vor und wünscht Zahlen zur Auslastung der Parkhäuser an der Heuwaage.

Die Argumente der Einsprechenden werden in den Ratschlag zu Handen des Grossen Rates einfliessen. Die Vorlage soll im Sommer von der Regierung verabschiedet und noch vor Jahresende im Parlament behandelt werden, das auch über die Einsprachen bestimmt.

Legitimität der Einsprachen auf dem Prüfstand

Ob die betreffenden Personen und Organisationen zur Einsprache berechtigt sind, muss laut Baudepartement noch abgeklärt werden. Eine Berechtigung zur Einsprache wird nur dann geltend gemacht, wenn die Einsprechenden persönlich betroffen oder durch eine besondere Vorschrift zum Rekurs ermächtigt sind. Weiter werden die Gegenargumente in den Ratschlag des Grossen Rates einfliessen und noch vor Jahresende im Parlament behandelt werden.

Obwohl die Abgabefrist Ende vergangener Woche abgelaufen ist, können weitere Einsprachen nicht ausgeschlossen werden. Massgebend sei das Datum des Poststempels.

(fh/sda)

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