Aktualisiert 08.09.2009 14:34

Blutrünstige SchwedinZwei Elche in drei Tagen

Die Schwedinnen erobern langsam aber sicher auch die Elchjagd als eine der letzten Männerbastionen im Norden. Landesweite Schlagzeilen mit ihrer Treffsicherheit machte zum Auftakt der herbstlichen Jagdsaison eine 31-jährige Finanzexpertin.

In nur drei Jagdtagen erlegte die junge Frau zwei ausgewachsene Exemplare. «Unglaublich, andere Jäger warten ihr ganzes Leben auf den ersten Elch, und ich schaffe gleich zwei hintereinander», sagte sie der Zeitung «Expressen».

Männer quatschen zu viel

Sie zögerte keine Sekunde mit ihrer Antwort auf die Frage, warum sie besser getroffen habe als ihre Jägerkollegen: «Ich bin halt still auf der Pirsch, während die Männer dauernd quatschen.»

Im Herbst gehen jährlich 300'000 Schwedinnen und Schweden jeweils mehrere Tage auf Elchjagd - immerhin drei Prozent der Gesamtbevölkerung. Ganze Betriebe müssen teilweise schliessen.

Früher galt als ausgemacht, dass die Frauen in dieser Zeit daheim auf die Kinder aufpassen und die Gefriertruhen für etwaige Beute freimachen. Jetzt gehen jedes Jahr mehr Schwedinnen selbst auf die Jagd. Betrug ihr Anteil bei den Jagdscheinen 2005 noch fünf Prozent, ist er in diesem Jahr bereits auf über zehn Prozent geklettert.

(sda)

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