Betrugsvorwürfe: Zwei Ex-CS-Händler in den USA verklagt
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BetrugsvorwürfeZwei Ex-CS-Händler in den USA verklagt

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am Mittwoch zwei ehemalige Wall Street-Händler der Credit Suisse verklagt. Ihnen wird vorgeworfen, unerlaubterweise umstrittene ARS-Anleihen gekauft und damit Kunden um über eine Milliarde Dollar betrogen zu haben.

Die beiden Händler hätten den Kunden erzählt, diese Papiere seien staatlich abgesichert und eine gute Alternative zu Bankeinlagen, wie die Börsenaufsicht am Mittwoch mitteilte. Dabei habe es sich um hochriskante Anleihen gehandelt, mit denen die Händler auch höhere Gewinne gemacht hätten als mit konservativeren Instrumenten.

Die beiden Händler seien im September 2007 sofort entlassen worden, nachdem die Unregelmässigkeiten festgestellt worden seien, teilte die Credit Suisse in einer Mitteilung mit. Die Bank habe die Behörden umgehend informiert.

Dieser Fall zeige, wie sehr die Kreditkrise Anleger betreffe, die gar nicht in riskante US-Immobilienpapier investieren wollten, wird der Chef des New Yorker Büro der SEC, Andrew M. Calamari, in der SEC-Mitteilung zitiert. (sda)

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