Wädenswil ZH: Zwei Hunde gestorben – wegen Rattengift-Ködern?
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Wädenswil ZHZwei Hunde gestorben – wegen Rattengift-Ködern?

Die Stadtpolizei Wädenswil ermittelt wegen des mysteriösen Todes zweier Hunde. Die Besitzerin glaubt, dass sie vergiftete Köder gefressen haben.

von
som
Unter den Hündelern im Bezirk Horgen kursiert das Gerücht schon länger, dass jemand Giftköder auslegt.

Unter den Hündelern im Bezirk Horgen kursiert das Gerücht schon länger, dass jemand Giftköder auslegt.

Die Warnungen kursieren in den sozialen Medien schon länger: Im Bezirk Horgen sollen Giftköder gestreut werden. Für Ruth Widmer vom Tierschutzverein Horgen besteht daran kein Zweifel. Zwei Hunde einer Bekannten seien den unbekannten Hundehassern zum Opfer gefallen: «Ich bin überzeugt, dass sie an Rattengift gestorben sind», sagte sie zur «Zürichsee-Zeitung».

Am 13. April schrieb die Bekannte Widmer, dass ihre Hunde am Morgen tot neben dem Bett gelegen seien. Vorher habe es keine Anzeichen gegeben, dass es den Tieren so schlecht gehe. «Zwar waren beide Hunde im Vorfeld etwas schlapp, hatten etwas Durchfall», sagte Widmer, «deswegen war sie mit ihnen auch beim Tierarzt.»

Blaugrüne Haferflocken im Kot gefunden

Die behandelnde Veterinärin, die anonym bleiben möchte, sagt, dass die Hunde bei der Konsultation damals zwar keine typischen Vergiftungssymptome gezeigt hätten. Allerdings wirkt Rattengift verzögert und es kann erst nach einigen Tagen oder Wochen zu Anzeichen kommen. Laut der Zeitung sterben die Tiere meistens an inneren Blutungen.

Die Tierärztin findet es auf jeden Fall «seltsam, dass innerhalb so kurzer Zeit zwei Hunde einer Besitzerin sterben». Verdächtig seien auch die «seltsamen blaugrünen Haferflocken», die die Besitzerin im Kot ihrer Hunde gefunden hat. Möglicherweise handelt es sich dabei um Rattengift, da dieses in der Form von Haferflocken erhältlich sein soll.

Anzeige gegen unbekannt eingereicht

Beweisen lässt sich der Giftverdacht jedoch nicht, da die Hundebesitzerin auf eine Autopsie verzichtet. Sie begründet das mit der «letzten Würde ihrer Lieblinge»: «Ich wollte sie nicht noch aufschneiden lassen.» Sie habe die Hunde kremieren lassen. Auch wolle sie keine Panik unter den Hündelern verbreiten oder Nachahmungstäter auf den Plan rufen.

Ende April reichte sie jedoch bei der Stadtpolizei Wädenswil Anzeige gegen unbekannt ein, wie Leiter Paolo Mikus bestätigt. Wegen des laufenden Verfahrens gibt er jedoch keine weitere Auskunft dazu.

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