Somalia: Zwei Journalisten verschleppt
Aktualisiert

SomaliaZwei Journalisten verschleppt

In Somalia sind nach Zeugenberichten zwei ausländische Journalisten entführt worden.

Ein Australier und ein Kanadier seien zusammen mit zwei einheimischen Wachmännern und dem Fahrer von Unbekannten ausserhalb der Hauptstadt Mogadischu überwältigt worden, wie der Schwager eines Wachmanns, Abdihakim Haji, der Nachrichtenagentur AP erklärte.

Haji telefonierte nach eigenen Angaben im Moment des Überfalls mit seinem Schwager. Ein Angestellter des Hotels in Mogadischu, in dem die beiden freien Journalisten wohnten, bestätigte, dass sie von einer Fahrt ins 18 Kilometer südwestlich gelegene Elascha nicht wie geplant zurückgekommen seien. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Journalisten sind oft Ziel von Kriminellen, die Lösegeld erpressen wollen.

Das verarmte Land am Horn von Afrika hat seit 1991 keine funktionierende Regierung mehr. Zahlreiche Zivilpersonen werden bei Kämpfen zwischen verschiedenen Milizen getötet. Am Samstag erklärten islamische Rebellen, sie hätten die südsomalische Küstenstadt Kismayo unter ihre Kontrolle gebracht. Bei den Kämpfen wurden etwa 70 Menschen getötet. (dapd)

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