Thurgau: Zwei Komitees kämpfen gegen die Flat Rate Tax
Aktualisiert

ThurgauZwei Komitees kämpfen gegen die Flat Rate Tax

Gleich aus zwei Richtungen kommen die Gegner der Flat Rate Tax im Thurgau. Neben dem Komitee von SP, Gewerkschaften und Grünen will auch ein bürgerliches Komitee, den Einheitssteuersatz bei der Abstimmung am 27. September zu Fall zu bringen.

Das linke Komitee «Nein zur Flatrate» startet in der kommenden Woche seine Plakat-Aktion, wie Peter Gubser, Kantonsrat und Präsident der SP Thurgau, am Mittwoch vor den Medien sagte. Darauf zu sehen ist eine mit Geldsäcken beladene Dampfwalze, die den Mittelstand platt walzt.

Steuerfusssenkung statt Flat Rate Tax

Die Mitglieder sind überzeugt, dass die geplante Steuerreform abgelehnt wird, denn davon würden nur die Reichen und Superreichen profitieren. Der Mittelstand und Familien würden dagegen nicht entlastet. Es bestehe die Gefahr, dass die Lebenshaltungskosten steigen und attraktives Bauland unbezahlbar werde.

Ausserdem bringe die Flat Rate Tax den Gemeinden grosse Steuerausfälle. Sparmassnahmen oder höhere Gebühren seien die Folge. Steigende Immobilienpreise und Mindereinnahmen bei den Gemeinden fürchtet auch das bürgerliche Komitee «Nein zur verfehlten Steuerreform».

Dessen Mitglieder kritisieren ausserdem, dass externe Kinderbetreuung gegenüber der familieninternen bevorzugt werde. Als Konkurrenz verstehen sich die beiden Komitees nicht, vielmehr zeige sich daran, dass das Anliegen breit abgestützt sei, sagte Peter Gubser.

Beide Komitees fordern statt der Flat Rate Tax eine markante Senkung des Staatssteuerfusses. «Davon würde die breite Masse profitieren,» betonte Gubser. Diese Forderung unterstreicht das linke Komitee mit einer Petition, die im September eingereicht werden soll. (sda)

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