Zwei Lehrerinnen wegen Badeunfall verurteilt
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Zwei Lehrerinnen wegen Badeunfall verurteilt

Bewusstlos lag ein neunjähriger Schüler mehrere Minuten auf dem Schwimmbadboden, bis ihn eine seiner Lehrerinnen herausfischte.

Seit diesem Unfall vor fünf Jahren ist der Junge schwer behindert und wird dies auch bleiben. Schwere Folgen hat das Drama aber auch für die beiden Lehrerinnen: Das Freiburger Kantonsgericht hat sie jetzt in zweiter Instanz der schweren Körperverletzung schuldig gesprochen. Sie wurden zu zehn Tagen Gefängnis bedingt verurteilt, weil sie ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben.

Eine der Lehrerinnen hatte einige Kinder tauchen lassen, ohne den Rest des Bades zu überwachen. Die andere hatte ihren Posten verlassen, um ein «disziplinarisches Problem» zu regeln. Die Eltern des Schülers wollen in einem Zivilprozess erreichen, dass Kanton und Gemeinde für den Lebensunterhalt des Jungen Millionen zahlen.

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