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Kriege und WaffenhandelZwei Millionen Opfer innerhalb dreier Jahre

Direkt oder indirekt sind in den vergangenen Jahren mehr als zwei Millionen Menschen als direkte oder indirekte Folge bewaffneter Konflikte getötet worden. Im selben Zeitraum wurden gab es dutzende Millionen Verletzte, Vertriebene und Verarmte.

Im Dezember 2006 sei die internationale Gemeinschaft übereingekommen, dass es eine Regulierung des weltweiten Waffenhandels geben müsse, so die britische Hilfsorganisation Oxfam. Doch die Verhandlungen über einen Vertrag zur Eindämmung des Waffenhandels kämen nur im «Schneckentempo» voran, beklagt Oxfam zusammen mit elf anderen Organisationen der weltweiten Kampagne «Waffen unter Kontrolle».

Der Zusammenschluss der zwölf Organisationen appellierte anlässlich der diesen Monat beginnenden Gespräche über einen Waffenhandelsvertrag (Arms Trade Treaty/ATT) an die verantwortlichen Regierungen, rasch zu einer Einigung zu gelangen.

Die Welt könne es sich nicht leisten noch länger zu warten. Spätestens Ende 2012 müsse ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag zur Kontrolle des internationalen Handels mit konventionellen Rüstungsprodukten abgeschlossen sein, hiess es in dem Appell. (sda)

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