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Zwei Naturparks auf den Kanarischen Inseln bedroht

Auf der Kanaren-Insel La Gomera ist in der Nähe des Garajonay-Nationalparks ein Waldbrand ausgebrochen. Der Park gehört seit 20 Jahren zum Weltnaturerbe der UNESCO.

60 Einwohner aus mehreren Dörfern in der Gegend um Vallehermoso mussten ihre Häuser verlassen, wie das spanische Radio am Samstag berichtete. Wegen des starken Windes habe sich eine etwa 1,5 Kilometer breite Feuerfront gebildet.

Rund 100 Feuerwehrleute und Helfer versuchten, die Flammen mit Hilfe eilig angelegter Brandschneisen aufzuhalten. Auch mehrere Löschhelikopter waren im Einsatz. Temperaturen bis 40 Grad erschwerten die Brandbekämpfung.

Auf der Nachbarinsel Gran Canaria kämpften Helfer derweil gegen einen Waldbrand an, der den Inagua-Naturpark bedrohte. Die Flammen hätten eine Fläche von 500 Hektar Pinienwald im Zentrum der Insel vernichtet, teilten die Behörden mit.

Festnahmen mutmasslicher Brandstifter in Bulgarien

Auch in Südosteuropa wüteten zahlreiche Waldbrände weiter. Die bulgarische Polizei nahm eigenen Angaben zufolge 14 mutmassliche Brandstifter fest, die das Inferno mutwillig herbeigeführt haben sollen.

Nach Medienberichten kamen bei den Bränden in Bulgarien mindestens vier Personen ums Leben. Landesweit brannten mehr als 23 000 Hektar Wald und Kulturland nieder. In Mazedonien wurden am Samstag rund 30 verschiedene Waldbrände im ganzen Land von der Feuerwehr bekämpft.

In Griechenland haben sich die Waldbrände am Samstag leicht abgeschwächt. Das Feuer konzentrierte sich auf den Nordwesten des Landes, wo in den Regionen Ioannina, Florina, Kosani und Piéria die Feuerwehr weiterhin gegen fünf Brände kämpfte. Auch in Süditalien entspannte sich die Lage etwas.

(sda)

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