Eishockey: Zwei «Ösis» mischen unsere Liga auf
Aktualisiert

EishockeyZwei «Ösis» mischen unsere Liga auf

Sie können nicht nur «Schi foan». Einige können auch ganz gut Eishockey spielen. Thomas Pöck und Oliver Setzinger - zwei Österreicher bereichern die NLA.

von
Marcel Allemann

«Ob Österreicher oder Schweizer, die Nationalität spielt doch keine Rolle», ­findet Pöck. Aber auch der NHL-erprobte Verteidiger hat in seiner Karriere festgestellt: «Als Österreicher bist du schon immer in der Minderheit. Bei uns gibt es eben nicht die Masse von Klassespielern wie bei anderen Nationen.» Immerhin kann Pöck für sich beanspruchen, bei den Rapperswil-Jona ­Lakers Klasse in die Verteidigung gebracht zu haben. Nach Startschwierigkeiten wurde der Klagenfurter zuletzt immer besser – und mit ihm das ganze Team. «Wir mussten uns besser kennenlernen und uns an das System des Trainers gewöhnen. Doch ich denke, wir sind nun auf dem richtigen Weg.»

Nomen est omen bei Pöck. Wer so heisst, muss mit seinem Nachnamen für Wortspiele herhalten. «Das nervt mich nicht, ich finde es lustig. Nicht jeder kann von sich behaupten, dass er einen ­Namen hat, der so gut zu seinem Sport passt», sagt Pöck.

Passen soll es in Zukunft auch bei seinem Landsmann Setzinger. Heute bestreitet dieser sein letztes Spiel für die SCL Tigers, ab Freitag greift der Power-Stürmer dann für Davos an. Ein rasanter Aufstieg – nicht nur in der Tabelle. Applaus kann der Niederösterreicher bei seinem Abschied nicht erwarten, die Fans pfiffen ihn zuletzt aus und beschimpften ihn auf seiner Homepage. Setzinger: «Ich habe Verständnis für die Pfiffe und weiss, dass ich mir keine Freunde gemacht habe. Doch ich wollte die Chance ergreifen, um die Meisterschaft spielen zu können.»

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