Staatsbesuch: Zwei peinliche Momente für die Obamas
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StaatsbesuchZwei peinliche Momente für die Obamas

Normalerweise schweigt man, wenn eine Nationalhymne gespielt wird. Doch der US-Präsident hatte der Queen of England noch etwas Wichtiges zu sagen.

von
kri

Staatsbesuche sind an sich eine formelle Angelegenheit. Wenn Könige und ihr Hofzeremoniell im Spiel sind, wird die Atmosphäre sogar noch etwas steifer. Umso peinlicher, wenn etwas schiefgeht. So geschehen am Dienstag während des Galadiners im Buckhingham-Palast zu Ehren des US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle.

In seiner Ansprache hatte Obama die Weisheit der Queen gelobt und ihrer langen Regierungszeit Respekt gezollt. Dann kam er zum Schluss: «Sehr verehrte Damen und Herren, bitte erheben Sie sich und Ihre Gläser, wenn ich der Queen die Ehre erweise. Auf Ihre Majestät, die Königin ...» Das muss für das Palastpersonal der Hinweis gewesen sein, dass der US-Präsident geschlossen hatte und die Nationalhymne gespielt werden konnte. Was sie nicht wussten: Barack Obama hatte noch nicht geschlossen. Neben der Queen wollte er noch auf viele andere Dinge anstossen.

Soundtrack für die Rede

«... auf die Vitalität der besonderen Beziehung zwischen unseren beiden Völkern und in den Worten Shakespears: Auf diesen gesegneten Ort, diese Erde, dieses Königreich, dieses England. Auf die Königin!», sprach Obama weiter, während im Hintergrund bereits die Nationalhmyne gespielt wurde. Offensichtlich war er zum Schluss gekommen, dass ein Abbruch seiner Rede die Sache noch peinlicher machen würde, als sie es schon war.

Dann hob er sein Glas und wollte tatsächlich mit der Queen anstossen. Doch die wusste, was sich gehört. Während der britischen Nationalhymne wird innegehalten und sicher nicht geprostet und getrunken. Nachdem sich Obama versichert hatte, dass er als einziger sein Glas erhoben hatte, wandte er sich peinlich berührt ab und lauschte wie die anderen Anwesenden «God Save the Queen».

Später scherzte er mit dem stellvertretenden britischen Premierminister Nick Clegg, die Nationalhmyne habe seine abschliessenden Worte untermalt. Clegg versicherte ihm, weiterzureden sei die richtige Reaktion gewesen. Ausserdem hätte die Musik seinen Worten ein «Crescendo» verliehen.

«Ein Marilyn-Monroe-Moment»

Seine Frau Michelle hatte am selben Tag einen klammen Moment durchlebt. Während einer Militärzeremonie im Garten des Buckingham-Palasts blies der Wind derart heftig, dass Haare und vor allem der Rock der First Lady heftig flatterten. «Ein Marilyn-Monroe-Moment», kommentierte die britische Presse in Anspielung auf die berühmte Szene aus dem Film «Das verflixte siebte Jahr».

(Video: ITN)

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