Rorschach SG: Zwei Personen blieben in Bahnhof-Lift stecken
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Rorschach SGZwei Personen blieben in Bahnhof-Lift stecken

Seit Freitag funktioniert der Bahnhof-Lift in Rorschach nicht mehr. Zuvor hatten zwei Personen von der Feuerwehr aus der steckengebliebenen Kabine befreit werden müssen.

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«Lift ausser Betrieb - weil Rorschacherberg nichts an den Unterhalt zahlen will!», war am Samstag während weniger Stunden auf einem Plakat beim Liftzugang an der Promenadenstrasse zu lesen. Seit Freitag funktioniert der Bahnhof-Lift nicht. Zuvor hatten zwei Personen von der Feuerwehr aus der steckengebliebenen Kabine befreit werden müssen. Bereits im März waren zwei jüngere Personen im Lift steckengeblieben. «Der Lift erfüllt alle nötigen Sicherheitsvorschriften. Die Personen waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet», sagt Bruno Seelos, Stadtschreiber von Rorschach.

Lift steht auf Rorschacher Boden

Das Plakat suggeriert zwar, dass Rorschacherberg an der Panne Schuld sei, aber: «Mit der Störung hat dies nichts zu tun. Rorschacherberg hat freiwillig eine halbe Million Franken für den Bau beigetragen», sagte Thomas Müller, Stadtpräsident von Rorschach, gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». Zwar profitiert Rorschacherberg ebenfalls vom Personenlift, zahlt aber keinen Unterhalt, weil der Lift auf Rorschacher Boden steht. Trotzdem seien Rorschacher Bürger über diese Situation verärgert. Dieser Verärgerung machte der Spassvogel mit seinem Plakat Luft.

In-Betrieb-Setzung dauert

Müller ärgert sich vor allem darüber, dass der Hersteller nicht in der Lage ist, den Lift wieder in Betrieb zu setzen, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt. «Das ist kein Warenhaus-Lift, sondern eine wichtige Schnittstelle in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr», erklärt Müller. «Ich erwarte bei einer Panne, dass der Monteur innert einer Stunde vor Ort ist und die Anlage rasch wieder zum Laufen bringt.»

Seit Montagmorgen stehen laut Stadtschreiber Seelos Monteure im Einsatz, um den Lift wieder zum Laufen zu bringen. «Der Lift wird stark beansprucht. Aktuell liegt das Problem in der Liftsteuerung, die neu aufgesetzt werden muss», sagt Seelos.

Mit der Serviceleistung des Herstellers sei man nicht zufrieden, diese laufe aber momentan noch unter Garantie. Man habe sich bereits Gedanken gemacht, danach ein anderes Unternehmen mit den Unterhaltsarbeiten zu beauftragen.

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