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32 Schüsse bei Razzia abgegebenZwei Polizisten im Fall Breonna Taylor gefeuert

Bei einer Razzia im März 2020 haben Polizisten in Kentucky 32 Kugeln abgefeuert und damit die 26-jährige Afroamerikanerin Breonna Taylor getötet. Nun wurden zwei am Einsatz beteiligte Polizisten vom Dienst entlassen.

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Vor fast einem Jahr bei einem Polizeieinsatz gestorben: Breonna Taylor ist eine der Symbolfiguren der Black-Lives-Matter-Bewegung.

Vor fast einem Jahr bei einem Polizeieinsatz gestorben: Breonna Taylor ist eine der Symbolfiguren der Black-Lives-Matter-Bewegung.

REUTERS
Breonna Taylor starb durch Polizeikugeln. Die 26-Jährige war Rettungssanitäterin.

Breonna Taylor starb durch Polizeikugeln. Die 26-Jährige war Rettungssanitäterin.

KEYSTONE
Der Tod der jungen Frau befeuerte die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt.

Der Tod der jungen Frau befeuerte die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt.

REUTERS

Darum gehts

  • Die 26-jährige Breonna Taylor wurde im März 2020 bei einem Polizeieinsatz getötet.

  • Zwei Polizisten wurden nun entlassen.

  • Eine Anklage gegen die am Fall beteiligen Einsatzkräfte wurde aber fallen gelassen.

Im Fall Breonna Taylor sind zwei Ermittler im US-Staat Kentucky gefeuert worden. Die Polizei von Louisville veröffentlichte am Mittwoch ihre Entlassungsschreiben. Die Einsatzkräfte waren im März 2020 an einer Razzia beteiligt, die zum Tod der jungen schwarzen Frau führte.

Die Polizisten waren bei Taylors Wohnung mitten in der Nacht mit einem Durchsuchungsbefehl eingetroffen. Der Untersuchung zufolge klopften sie an der Tür und gaben sich als Polizei zu erkennen. Dafür gebe es einen Zeugen, sagte Cameron. Als sie keine Antwort erhielten, hätten sie die Tür aufgebrochen. In der Wohnung hätten sie einen Mann und eine Frau gesehen. Der Mann – Taylors Freund – habe als Erster geschossen und einen der Beamten am Bein verletzt.

Polizisten haben 32 Schüsse abgegeben

Daraufhin hätten die Polizisten das Feuer eröffnet und 32 Schüsse abgegeben, sagte Cameron. Sie hätten die unbewaffnete Breonna Taylor mindestens fünf Mal getroffen, ihren Freund hingegen nicht. Von den Kugeln, die die 26-jährige Rettungssanitäterin trafen, sei eine tödlich gewesen.

Im Fall kam es aber zu keiner Anklage. Kentuckys Justizminister Daniel Cameron hatte im September vergangenen Jahres verkündet, dass wegen Taylors Tod keiner der drei an dem Einsatz beteiligten Polizisten direkt angeklagt wird. Die Ermittler seien zu dem Schluss gekommen, dass die beiden anderen Polizisten sich selbst verteidigt hätten, sagte Cameron. Gegen einen der Polizisten wurde zwar Anklage erhoben, allerdings deswegen, weil er andere Bewohner in dem Mehrfamilienhaus gefährdet haben soll.

Der Fall Breonna Taylor hat internationale Schlagzeilen gemacht, ihr Gesicht hat neben dem von George Floyd die Protestbewegung im Black Lives Matter geprägt.

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GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Pro Juventute, Tel. 147

(DPA/lub)

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