Aktualisiert 05.01.2011 15:25

Löwen-Leben

Zwei Raubkatzen als Mitbewohner

Jim Jarbon lässt sich im Januar in einen Löwenkäfig sperren. Mit der Aktion hofft er auf finanzielle Unterstützung für seinen Wildtierpark.

von
fvo

«Ich schlafe, wenn sie schlafen, esse, wenn sie essen und beschäftige mich so, wie sie sich beschäftigen», liest man auf Jablons Webseite. Seit Beginn des neuen Jahres lebt der Amerikaner zusammen mit seinen beiden Raubkatzen im knapp einen Quadratkilometer grossen Gehege in Florida. Zwar bekommt er keine rohen Fleischbrocken vorgeworfen, jedoch gibts auch für den 47-Jährigen nur einmal pro Tag Futter. Auch sonst will er sich an den Tagesrhythmus der Löwen anpassen, im Idealfall sogar bei ihnen schlafen. Wer will, kann die Aktion via Livestream im Internet mitverfolgen.

Der Tierfreund kennt Ed und Lea seit sie klein sind – er hat die beiden Löwen in seinem Wildtierzentrum grossgezogen und geht ganz natürlich mit ihnen auf Tuchfühlung. Vorsicht ist trotzdem geboten. «Wären die Löwen ausgewachsen, würde ich das nicht tun», so Jablon gegenüber der «Daily Mail». Bei ihrer jetzigen Grösse und Entwicklung glaube er jedoch, sie noch kontrollieren zu können. Jablon hat vor, sich in den Bäumen einen Sicherheitsunterschlupf zu bauen, wohin er sich bei Gefahr oder falls das Spiel mit den Jungtieren zu wild wird, zurückziehen kann.

Wildtierpark braucht finanzielle Unterstützung

Ziel der mutigen Aktion ist es, Spender zu finden, die Jablons Tierpark Wildlife Rehabilitation of Hernando finanziell unterstützen. Das Tierrefugium an Floridas Westküste ist seit 1999 kontinuierlich gewachsen. Waren es anfangs noch verletzte oder verwaiste Kojoten, Schlangen und Eulen, die aufgenommen wurden, kamen bald immer grössere und exotischere Tiere hinzu. Heute werden auch Alligatoren, Affen und Raubkatzen aufgenommen, gepflegt und wenn möglich wieder in die Wildnis entlassen. Mit dem Wachstum des Parks stiegen auch die Kosten für den Unterhalt.

Seit Jablons Einzug ins Gehege am 1. Januar 2011 sind 2230 US-Dollar zusammengekommen (Stand 5. Januar 2011, 14.30 Uhr). Bis am 31. Januar 2011 wird er noch mit den Löwen leben, sie beobachten und studieren, und sich dabei ununterbrochen filmen lassen. Theoretisch sollte es auch möglich sein, mit dem Amerikaner zu kommunizieren, doch die Chatfunktion auf der Webseite mit dem Livestream scheint permanent nicht zu funktionieren.

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