Aktualisiert

Zwei Schweizer gewinnen deutschen «Fernseh-Oscar»

Der Dokumentarfilm «Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez» der Bieler Regisseurin Heidi Specogna erhält den renommierten Adolf-Grimme-Preis.

Trailer: Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez

Mit dem Berner Urs Egger, Regisseur von «An die Grenze», wird ein weiterer Schweizer geehrt.

Specognas schon mit dem Schweizer Filmpreis 2007 ausgezeichnete Film erzählt die bewegende Geschichte des ehemaligen guatemaltekischen Strassenjungen Antonio Gutierrez, der 2003 der erste US-Soldat war, der im Irak-Krieg fiel.

Der letzte Schweizer Film, der einen Grimme-Preis bekam, war vor fünf Jahren «War Photographer» von Christian Frei, wie die Promotionsgesellschaft SWISS FILMS am Mittwoch mitteilte.

Die Adolf-Grimme-Preise gelten als deutsche Fernseh-Oscars. Insgesamt werden heuer in den Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur und Unterhaltung zwölf Grimme-Preise verliehen. Feierlich übergeben werden sie an einer Gala am 4. April im deutschen Marl.

Ein Seriensieger

Der Münchner Regisseur Dominik Graf erhält seinen siebten Grimme- Preis für den Film «Eine Stadt wird erpresst», wie das Adolf-Grimme- Institut am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Im Bereich Fiktion werden ausser Eggers Beitrag «Guten Morgen, Herr Grothe», «Eine andere Liga» und «KDD-Kriminaldauerdienst» ausgezeichnet. Nominiert war hier auch «Rose» des Schweizer Regisseurs Alain Gsponer.

In der Sparte Information werden ausser Specognas Film auch «monks - the transatlantic feedback», «Luise - eine deutsche Muslima» und die Dokumentation «Zwischen Wahnsinn und Kunst» gewürdigt. In der Kategorie Unterhaltung bekommen «Fröhliche Weihnachten» mit Bastian Pastewka und Anke Engelke sowie die Serie «Dr. Psycho» mit Christian Ulmen Preise.

Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes geht in diesem Jahr an die Schauspielerin Iris Berben. Diese Auszeichnung stand bereits zuvor fest.

(sda)

Deine Meinung