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DSDS-CountdownZwei Schweizer im Deutschen Halbfinale

Luca und Jesse haben es geschafft: Gestern Abend qualifizierten sich die beiden bei «DSDS» für die nächste Runde. Damit stehen neben Daniele Negroni zwei Schweizer im Halbfinale.

von
cem

Das gab es noch nie bei «Deutschland sucht den Superstar»: Luca Hänni und Jesse Ritch haben sich gestern beide für die nächste Runde qualifiziert. Somit stehen zwei Schweizer im Halbfinale, und sicher einer wird im Final um den Sieger-Titel kämpfen. Gemeinsam mit Daniele Negroni werden Luca und Jesse nächsten Samstag um den Eintritt ins Finale kämpfen. Für die einzige noch übrige Dame in der Runde, Fabienne Rothe, hat es leider nicht gereicht.

Die «DSDS»-Kandidaten kriegen langsam eine Ahnung davon, wie das Leben als Star wirklich aussehen könnte: Mit der Stretchlimo werden sie in Köln zum Studio gefahren, ein roter Teppich und massenhaft Fans empfangen sie. «Wow, das ist ja so toll», freut sich Luca. Doch ganz haben es die Kandidaten noch nicht geschafft. Das Motto der Show vom 14. April lautet «Pop, Rock und Klassik» – und in dieser Reihefolge müssen die Vier auch je einen Song performen.

Eins A Kritik für Jesse

Bereits in der ersten Runde «Pop» überzeugte Jesse mit seiner Performance von Sean Pauls Hit «She Doesn't Matter». Die Jury, insbesondere Bruce, konnte sich kaum mehr halten: «Tolle Performance, und du bleibst dir immer treu», so Darnell mit seiner obligaten Prise Dramatik. Auch in der Runde «Rock» punktete der 20-jährige mit dem Europe-Song «The Final Countdown». «Das war ein grosser Song, und du hast uns dazu einen grossen Jesse gezeigt», so Jurorin Natalie. In der Kategorie Klassik wagte sich der Schweizer dann gar an den King of Pop heran: Er performte «Earth Song» von Michael Jackson, worauf Bruce endgültig die Fassung verlor: «Wow, du bist so toll – du bringst mich zum Weinen, wegen dir tanze ich auf dem Tisch und ich hab dir meinen Glücksbringer geschenkt. Wow.» Auch Dieter zeigt sich begeistert: «Jetzt habe ich Mitleid mit den anderen Kandidaten. Mehr Favorit sein geht gar nicht!» Und damit lag Bohlen auch goldrichtig: Die Jesse-Fans katapultierten den Schweizer gestern Abend ins Halbfinale.

Auch Hänni heizt ein

Auch für Luca lief es gut. Der 17-Jährige sorgte im der ersten Runde mit «Beautiful People» von Chris Brown für Furore: Bruce Darnell konnte sich nicht mehr halten, begann kurzerhand zu tanzen und versuchte gar, Herrn Bohlen zum Tanz zu animieren. «Das war so super, und endlich hast du getanzt Luca, toll!», so Darnell. In der Kategorie «Rock» sang Hänni «Chasing Cars» von Snow Patrol und erntete dafür neben viel Lob auch etwas Kritik: «Ein paar Töne waren leider falsch, aber ansonsten, Luca wie wir ihn kennen», bewertet Jurorin Natalie den Auftritt. Dieters Fachurteil darf natürlich auch nicht fehlen: «Beim Refrain hättest du mehr kämpfen müssen. Hoffentlich rufen die Leute für dich an, sonst wird's dir wie Joey gehen.» Na na, nicht gleich so pessimistisch, Herr Bohlen. In der Kategorie «Klassik» konnte Luca dann mit dem Lied «Eiserner Steg» von Philipp Poisel wieder vollends punkten: «Du schaffts es einfach immer, uns mit wenigen Mittel zu verzaubern», meint Natalie. Auch Bohlen gefällts: «Das war einer deiner besten Auftritte!»

Luca hat es in der gestrigen Mottoshow wieder einmal geschafft, zu überzeugen: Bei der Entscheidung wurde sein Name als erster aufgerufen – und die Erleichterung war sichtlich gross. Was man in so einem Moment denkt? «Das ist einfach total krass, ich checke das noch gar nicht richtig. Aber jetzt geht's erst mal für zwei Tage in die Schweiz. Da kann ich etwas Energie tanken», so Luca im Interview mit 20 Minuten Online. Die beiden «DSDS»-Halbfinalisten werden in ihrer Heimat auftreten und haben so die Gelegenheit, endlich wieder etwas Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen: «Ich freue mich riesig auf die Schweiz», berichtet auch Jesse im Interview.

Ein Schweizer-Finale?

Aber was, wenn jetzt Jesse und Luca ins Finale kommen? «Wir würden das ganz freundschaftlich regeln, da habe ich gar keine Bedenken», so Jesse. Auch Luca sieht's gelassen: «Wir würden das ganz professionell angehen. Wir würden uns das beide total gönnen.» Trotzdem ist bei dem Berner aber der Ehrgeiz nicht zu überhören: «Klar nehme ich das sehr ernst hier und will gewinnen. Ein Sieg wäre sicher ganz geil und zeigt, dass man es wirklich geschafft hat.» So oder so sind sich aber Luca und Jesse einig: Ab jetzt gebe es eh keine Verlierer mehr und sie seien gespannt auf den nächsten Samstag. Sind wir auch.

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