Aktualisiert 25.11.2017 05:30

Urlaub eingegeben

Zwei Seeleute entgehen U-Boot-Unglück knapp

Ein Leutnant und ein Marinesoldat hätten eigentlich an Bord des verschollenen argentinischen U-Boots sein sollen. Doch beide hatten Urlaub.

von
chk
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Die Suche nach der vermissten ARA San Juan geht weiter: Ein US-Soldat beobachtet das Meer. (27. November 2017)

Die Suche nach der vermissten ARA San Juan geht weiter: Ein US-Soldat beobachtet das Meer. (27. November 2017)

Keystone/AP/Argentina Navy
Die Atombehörde CTBTO mit Sitz in Wien teilte am 23. November 2017 der argentinischen Marine mit, dass sie am Tag des Verschwindens der ARA San Juan eine Explosion vernommen haben.

Die Atombehörde CTBTO mit Sitz in Wien teilte am 23. November 2017 der argentinischen Marine mit, dass sie am Tag des Verschwindens der ARA San Juan eine Explosion vernommen haben.

Google Earth/ctbto
Das aufgezeichnete Ereignis als «anormal, einzig, kurz, gewaltig und nicht nuklearen Ursprungs» gewesen, teilte die CTBTO mit. Marine-Sprecher Enrique Balbi erklärte, dass das akustische Signal 3 Stunden und 31 Minuten nach der letzten Funkmeldung mit der U-Boot-Besatzung vernommen wurde.

Das aufgezeichnete Ereignis als «anormal, einzig, kurz, gewaltig und nicht nuklearen Ursprungs» gewesen, teilte die CTBTO mit. Marine-Sprecher Enrique Balbi erklärte, dass das akustische Signal 3 Stunden und 31 Minuten nach der letzten Funkmeldung mit der U-Boot-Besatzung vernommen wurde.

epa/Carlota Ciudad

Zwei argentinische Marinesoldaten sind dem Unglück an Bord des seit mehr als einer Woche verschollenen U-Boots ARA San Juan durch eine Fügung des Schicksals entronnen. Sie gingen wegen Urlaubs zuvor von Bord.

Ein Leutnant habe das U-Boot bei einem Stopp im Hafen von Ushuaia verlassen, weil er auf eine wichtige zweiwöchige Mission gegangen sei, erklärte Marinesprecher Enrique Balbi am Freitag. Er sei durch einen anderen Offizier ersetzt worden.

Ein zweiter Marinesoldat, der 26-jährige Adrián Rothlisberger, hätte laut der argentinischen Tageszeitung «Clarin» eigentlich mit dem U-Boot in See stechen sollen. Weil er kurz vor dem Abschluss eines Hauskaufes stand und dafür noch Verwaltungsangelegenheiten klären musste, sei er jedoch vom Dienst beurlaubt worden.

Der Kontakt zu der ARA San Juan war am Mittwoch vergangener Woche abgebrochen. Trotz tagelanger Suche wurde sie bislang nicht gefunden. Die Marine geht inzwischen von einer Explosion an Bord aus und hat keine Hoffnung mehr, die 44 Besatzungsmitglieder noch lebend bergen zu können. (chk/sda)

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