Granit Xhaka zur Nati-Niederlage: «Man kann nicht akzeptieren, dass wir bei einem Einwurf Geschenke verteilen»
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Granit Xhaka zur Nati-Niederlage«Man kann nicht akzeptieren, dass wir bei einem Einwurf Geschenke verteilen»

Das Schweizer Nationalteam hat am Donnerstag in Tschechien 1:2 verloren. Die Spieler ärgern sich über die Defensivarbeit bei den Gegentoren, Trainer Yakin trauert eher den vergebenen Chancen hinterher.  

von
Tobias Wedermann
Lucas Werder
(aus Prag)

Die Stimmen der Nati-Stars nach dem Spiel gegen Tschechien.

20 Minuten / Lucas Werder

Darum gehts

«Es war einfach ein ganz seltsames Spiel. Wir müssen jetzt unsere Fehler analysieren und müssen gegen Portugal anders auftreten», sagt Nati-Captain Granit Xhaka nach der 1:2-Niederlage gegen Tschechien am Donnerstagabend. Zu den Fehlern gehörten unter anderem die sehr unglückliche Verteidigung bei den Gegentoren – besonders das Missverständnis zwischen den Innenverteidigern Fabian Schär und Nico Elvedi beim 0:1. «Man kann nicht akzeptieren, dass wir bei einem Einwurf einfache Geschenke verteilen», so der Captain. Man müsse nun schnell aus diesen Fehlern lernen. Sein Partner im Mittelfeld ist da gleicher Meinung. Laut Remo Freuler war es nicht das beste Spiel der Mannschaft: «Ein Spiel mit zwei so kuriosen Gegentoren habe ich noch nie erlebt.» Die defensive Leistung müsse besser werden gegen Portugal am Sonntag.

Ähnlich sieht es Xherdan Shaqiri, der die ersten 68 Spielminuten von der Bank mitverfolgte: «Diese beiden Gegentore kann man verteidigen. Da müssen wir kommunikativ besser sein.» Es sei schade, dass man zwei derart kuriose Tore gekriegt habe. «Es ist sicher viel mehr drin gelegen als dieses Resultat. Die Tschechen waren gut eingestellt, aber wir wollten mit einem Sieg starten», erklärt Shaqiri. 

Das kuriose Slapstick-Tor zur 1:0-Führung für die Tschechen.

SRF

Trainer Yakin trauert Torchancen hinterher

Trainer Murat Yakin spricht bei den beiden Gegentoren von «Zufallsprodukten», die man besser hätte verteidigen müssen. «Das müssen die Innenverteidiger dominanter lösen – das ist eine kleine Kritik an den beiden», so der frühere Abwehrboss Yakin. Er sieht aber auch die restlichen Spieler in der Pflicht. «Sie waren nicht alleine Schuld, die Situation wurde vom ganzen Team nicht gut verteidigt.» 

Der Nati-Coach sagt aber auch deutlich, dass das Resultat nicht nur mit der Defensive zu tun hatte. «Wir hatten mehrere Chancen, die wir nicht verwertet haben – auch unmittelbar vor den Gegentoren», sagt Yakin. Es sei alles in allem einfach eine unglückliche Niederlage, er habe aber auch viele positive Aspekte gesehen. «Wenn wir unsere Chancen nutzen, könnte das Resultat ganz anders aussehen.»   

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