Aktualisiert 21.10.2016 23:13

KrankmacherZwei Softdrinks täglich – doppeltes Diabetes-Risiko

Wer Softdrinks konsumiert, erhöht sein Diabetes-Risiko erheblich – ganz egal, ob Diätgetränk oder nicht.

von
pat
Ob zuckerhaltig oder künstlich gesüsst: Softdrinks erhöhen das Diabetes-Risiko.

Ob zuckerhaltig oder künstlich gesüsst: Softdrinks erhöhen das Diabetes-Risiko.

Keystone/Archivbild

Einer von elf Menschen leidet an der Zuckerkrankheit Diabetes. Nicht ganz unschuldig daran sind Softdrinks, wie eine neue Studie aus Schweden belegt. Wer pro Tag zwei zuckerhaltige Getränke konsumiert, verdoppelt demnach das Risiko auf die Krankheit, wie die Forscher erklären. Was viele nicht wissen: Das gilt auch für die Diätversionen solcher Getränke.

Der tägliche Konsum von mindestens zwei 200ml-Portionen eines kohlensäurehaltigen und alkoholfreien Süssgetränks erhöht das Risiko für Diabetes des Typs 2 um das bis zu 2,4-fache. Da viele Getränke in 330ml-Dosen verkauft werden, genügen bereits eineinhalb Dosen, um das Diabetes-Risiko zu verdoppeln. Trinkt also eine Person täglich einen Liter des zuckerhaltigen oder künstlich gesüssten Getränks, steigt das Erkrankungs-Risiko um das 10-Fache.

Der Typ 2 ist die häufigste Form von Diabetes. Bei Betroffenen produziert die Bauchspeicheldrüse zwar weiterhin Insulin, jedoch nicht genügend. Oder aber der Körper kann es nicht mehr wirksam verwenden, um Blutzucker in Energie umzuwandeln.

Diätgetränke können Appetit anregen

Das ist noch nicht alles: Die künstlichen Süssstoffe in Diät-Getränken können den Appetit anregen und so dafür sorgen, dass der Konsument mehr isst. Sie können ausserdem eine Glukose-Intoleranz auslösen. Äussere Faktoren haben keinen Einfluss: Die Gefahr der Softdrinks wird auch durch gesundes Essen und viel Sport nicht kleiner.

Eine Studie der Harvard University hatte bereits herausgefunden, dass der Konsum von zwei Dosen Softdrinks das Risiko für Herzinfarkte um ein Drittel und das Risiko für Schlaganfälle um rund ein Sechstel erhöht. Die Süssgetränke erhöhen ausserdem das Risiko für Prostatakrebs, wie eine andere Studie gezeigt hat.

Die aktuelle Studie wurde in der Fachzeitschrift «European Journal of Endocrinology» veröffentlicht. Insgesamt wurden Daten von 2874 Probanden ausgewertet.

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