Aktualisiert 08.12.2011 22:12

Virginia Tech

Zwei Tote bei Schiesserei an US-Universität

Auf dem Campus der US-Universität Virginia Tech kam es am Donnerstag zu einer Schiesserei. Ein Polizeibeamter ist dabei getötet worden. Der Täter hat sich offenbar selbst erschossen.

US- Universität Virginia Tech kam es erneut zu einer Schiesserei. Zwei Personen wurden getötet. Der Täter konnte fliehen.

US- Universität Virginia Tech kam es erneut zu einer Schiesserei. Zwei Personen wurden getötet. Der Täter konnte fliehen.

Viereinhalb Jahre nach dem Blutbad an der US- Universität Virginia Tech sind auf dem Campus am Donnerstag wieder tödliche Schüsse gefallen. Wie die Leitung der Technischen Universität in Blackburg im US-Staat Virginia auf der Webseite der Hochschule mitteilte, wurden ein Polizist getötet.

Der Täter hat sich offenbar später selbst das Leben genommen. Neben einer zweiten Leiche, die auf einem Parkplatz entdeckt worden war, sei eine Waffe gefunden worden, teilte die Universität mit. Zunächst war aber nicht gesichert, dass es sich tatsächlich um den Schützen handelte.

Die Polizei rückte zuvor mit einem Grossaufgebot aus, um auf dem Campus nach dem Verdächtigen zu suchen, da vermutet wurde, dass er geflohen war. Studenten versteckten sich in den Gebäuden der Universität im US-Staat Virginia. «Viele hatten vor allem am Anfang Angst. Jetzt sind die meisten lockerer, ich denke, wir warten nur darauf, dass es vorbei ist», sagte der 19-jährige Student Jared Brumfield, der sich in einem der Gebäude eingeschlossen hatte.

Der Uni-Leitung zufolge war der Polizist bei der Hochschule angestellt und hatte am Donnerstagmittag (Ortszeit) auf dem Campus bei einer Routine-Verkehrskontrolle ein Auto gestoppt. Plötzlich seien Schüsse gefallen.

Zeugen hätten den Täter danach in Richtung eines Parkplatzes flüchten sehen. Dort sei der zweite Tote gefunden worden, nach Angaben des Senders CNN vermutlich ein Student. Die Polizei beschrieb den Schützen als hellhäutigen Mann, der eine Trainingshose und einen Rucksack getragen habe.

Schlimmstes Blutbad

Im April 2007 hatte ein Student 32 Kommilitonen und Lehrer erschossen sowie 25 Menschen verletzt, bevor er sich selbst tötete. Es war das schlimmste Blutbad an einer Universität in der US- Geschichte.

An der Virginia Tech mit rund 30 000 Studenten gab es nach dem Amoklauf von 2007 eine weitere Bluttat: Im Januar 2009 schnitt ein Student einer Kommilitonin vor mehreren Augenzeugen mit einem Küchenmesser den Kopf ab.

Im April dieses Jahres hatten Berichte über einen Bewaffneten auf dem Campus kurzzeitig Angst ausgelöst. Die Behörden gaben dann aber Entwarnung.

(sda/dapd)

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