Liechtenstein: Zwei Tote bei Schlauchboot-Unfall
Aktualisiert

LiechtensteinZwei Tote bei Schlauchboot-Unfall

Zwei vermisste Liechtensteiner im Alter von 23 und 27 Jahren sind bei einer Fahrt auf einem Schlauchboot tödlich verunfallt. Ihre Leichen wurden am Montagabend im Wasser des Binnenkanals neben dem Rhein in Gamprin gefunden.

Das Drama ereignete sich zwischen Samstag und Montag. Nach ersten Erkenntnissen kamen die jungen Männer auf der Bootsfahrt von Schaan nach Ruggell aus noch ungeklärten Gründen ums Leben. Gestartet waren sie am Samstag, als vermisst gemeldet wurden sie am Montagnachmittag, wie die Liechtensteiner Landespolizei mitteilte.

Nach der Vermisstmeldung leitete die Polizei eine Suche ein. Am frühen Montagabend wurden das Schlauchboot sowie die Leichen der Männer im Binnenkanal in Gamprin entdeckt und mit Hilfe der Wasserrettung sowie der örtlichen Feuerwehr geborgen. Weitere Ermittlungen zur Abklärung der Unfallursache wurden aufgenommen.

Im Wasser gelegen

Aufschluss über die Todesursache erhofft sich die Polizei von der Obduktion der Leichen, was aber mehrere Wochen dauern kann. Die leblosen Körper lagen im kalten Wasser, das Schlauchboot war nicht gesunken, wie Polizeisprecherin Tina Enz auf Anfrage sagte.

Der Binnenkanal führt derzeit wegen der Schneeschmelze relativ viel Wasser und weist eine starke Strömung auf. Der Pegel stand am Montagabend bei eineinhalb Metern. Zudem treiben Baumstämme im Kanal, in dem sich überdies eine Menge Äste verkeilt haben.

Der Binnenkanal ist nicht unbedigt bekannt für Schlauchboot- Fahrten, wird aber regelmässig für solche Ausflüge benutzt. Der Kanal neben dem Rhein führt durch ganz Liechtenstein und dient der Entwässerung der Talebene. Ein solch tragisches Ereignis habe sich ihres Wissens auf dem Kanal noch nie zugetragen, sagte Enz. (sda)

Deine Meinung