Winterwetter: Zwei Tote durch Schnee und Eis in Italien
Aktualisiert

WinterwetterZwei Tote durch Schnee und Eis in Italien

Ein durchziehendes Wintertief mit Eis und Schnee hat in Italien Chaos auf Strassen, Schienen und Flughäfen ausgelöst. Zwei Menschen kamen um.

Auch die Gondolieri in Venedig haben mit dem Schnee zu kämpfen.

Auch die Gondolieri in Venedig haben mit dem Schnee zu kämpfen.

Bei Arezzo in der Toskana starb ein Lastwagenfahrer, dessen Fahrzeug sich bei einem Massenunfall auf eisglatter Fahrbahn überschlagen hatte. In der Lombardei bekam ein Mann beim Schneeschaufeln vor seinem Haus einen Herzinfarkt und starb.

Noch am Samstag steckten hunderte Autofahrer auf der Autobahn bei Florenz fest. Der Flughafen der toskanischen Metropole blieb zunächst geschlossen. Auf der A1 südlich von Florenz hatten sich Lastwagen quergestellt oder verkeilt - und waren so zu einer unüberbrückbaren Barriere geworden.

Auch im Bahnverkehr gab es erhebliche Behinderungen. So kam der Intercity von Salerno im Süden am Samstag erst mit etwa 13 Stunden Verspätung in Turin an. Er hatte zehn Stunden lang in Livorno halten müssen. Die Wetterlage sollte sich am Samstag bessern.

Chaos am Frankfurter Flughafen

In Deutschland warteten am Samstag tausende Passagiere am verschneiten Frankfurter Flughafen auf ihren Abflug. Mehr als 100 Flüge wurden gestrichen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport sagte. «Der Flugplan ist komplett aus den Fugen geraten.»

Bereits am Freitag waren 560 von 1400 Flügen am grössten deutschen Flughafen ausgefallen. Etwa 2500 der gestrandete Fluggäste wurden am Samstag zusätzlich in den ohnehin schon vollen Terminals erwartet.

«Von Entspannung kann keine Rede sein», sagte der Sprecher. In Frankfurt seien zwar die Start- und Landebahnen geräumt. Aber weil andere europäische Flughäfen derzeit geschlossen seien - etwa Pisa und Flughäfen in Kroatien - könne sich die Lage in Frankfurt noch verschärfen.

(sda)

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